Autofahren

Angst vorm Autofahren

In Deutschland ist die Angst vor dem Autofahren ein durchaus präsentes Thema. Experten gehen davon aus, dass sich jeder elfte Deutsche im Auto unwohl fühlt oder sogar unter Panikzuständen leidet. Das können Betroffene dagegen tun.

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Angst vorm Autofahren ist gar nicht so selten. Fachleute schätzen, dass rund sieben Millionen Menschen in Deutschland dieses Amaxophobie genannte Problem haben – egal, ob hinter dem Lenkrad oder auf dem Beifahrersitz. Untersuchungen haben vor allem zwei Auslöser für die Angst gezeigt: Zum einen fühlt sich der Fahrer der komplexen Maschine Auto nicht gewachsen. Er fürchtet, sein Auto nicht mehr sicher beherrschen zu können. Zum zweiten fühlt sich der Fahrer im Straßenverkehr einem Überfluss an Informationen hilflos ausgesetzt und ist davon überfordert. Auslöser kann vieles sein: Hohes Tempo auf der Autobahn, unübersichtliche Baustellen, unbekannte Strecken, schlechte Sicht, dichter Berufsverkehr und mehr.

Keine Angst vor der Angst

Schuld an den Ängsten kann aber auch ein früherer Unfall sein. Bei einer Befragung von Autofahrern, die bereits einen Unfall hatten, gaben 17 Prozent an, danach Angst zu haben, sich wieder hinter ein Lenkrad zu setzen. Aber Autofahren kann auch Ängste verstärken, die schon vorhanden sind. Agoraphobie etwa ist eine psychische Störung, die Ängste an Orten erzeugt, von denen der Betreffende nicht flüchten kann – auf der Autobahn etwa, weil er nicht einfach anhalten und aussteigen kann. Menschen mit tiefem Selbstzweifel dagegen fühlen sich im Straßenverkehr permanent schuldig – egal, ob ein anderer Autofahrer hupt oder der Beifahrer den Fahrstil kritisiert: Sie fühlen sich inkompetent und verzweifeln am Verkehr.

Was hilft gegen die Angst vorm Autofahren?

  • Gesprächskreise und der Austausch mit anderen Betroffenen können in leichten Fällen die Angst mindern. Fahrschulen etwa bieten oft solche Selbsthilfegruppen an
  • Fahrsicherheitstraining - dort können gefahrlos Dinge wie eine Vollbremsung geübt und das Vertrauen zum Auto und zu den eigenen Fähigkeiten gestärkt werden
  • Bei schweren posttraumatischen Störungen und Phobien sollte man sich dagegen therapeutische Hilfe suchen