Abgeschleppt

Auto abgeschleppt: Das ist zu tun

Wenn man zu seinem Parkplatz kommt und das Auto ist weg, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder das Fahrzeug wurde gestohlen oder abgeschleppt.

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Wer nicht sicher ist, ob das Auto entwendet oder abgeschleppt wurde, sollte zunächst bei der örtlichen Polizei-Dienststelle oder dem Polizeipräsidium anrufen. Ist das Fahrzeug abgeschleppt worden, erfährt man dort auch, welches Abschleppunternehmen den Wagen mitgenommen hat und wo sich der Wagen aktuell befindet. Neben der Polizei können auch das Ordnungsamt oder Privatpersonen ein Fahrzeug abschleppen lassen – zum Beispiel, wenn das Auto eine Einfahrt zuparkt oder auf einem privaten Parkplatz abgestellt wurde.

Auto zur Verwahrstelle abgeschleppt

In den meisten Fällen werden die abgeschleppten Fahrzeuge direkt zur städtischen Verwahrstelle gebracht, oder sie werden auf dem Parkplatz des Abschleppunternehmens geparkt. Bevor der Wagen dort vom Hof gefahren werden kann, ist in der Regel eine Gebühr zu bezahlen. Neben den Kosten für das Abschleppen an sich, kann das Abschleppunternehmen oder die Stadt zusätzlich Verwahrkosten geltend machen. Je länger das Auto dort steht, umso teurer wird es. Die Kosten für das Abschleppen und die Verwahrung sind dabei höchst unterschiedlich. Wer abgeschleppt wurde und sein Fahrzeug innerhalb von 24 Stunden auslöst, sollte mit 100 bis 400 Euro rechnen; gegebenenfalls kommen noch Nacht- und Wochenendzuschläge sowie ein Bußgeld hinzu.

Vorsicht vor unseriösen Abschleppdiensten

Gerade wenn Abschleppunternehmen im Auftrag von Privatpersonen abschleppen, werden oft horrende Gebühren fällig. Autofahrer sollten deswegen wachsam sein: Der Bundesgerichtshof hat geurteilt, dass Abschleppkosten ein gewisses "ortsübliches Niveau" nicht überschreiten dürfen. Wem die Summe auf der Rechnung also ungewöhnlich hoch erscheint, der kann die Summe auch zunächst beim Amtsgericht hinterlegen. Das Auto muss der Abschleppdienst dann trotzdem freigeben.
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