Ist auch online möglich

Auto vorübergehend stilllegen

Wer sein Auto vorübergehend stilllegt, kann es innerhalb von maximal sieben Jahren wieder anmelden, wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind.

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Von der Abmeldung unterscheidet sich die vorübergehende Stilllegung nur insofern, als dass der Eigentümer bei der Abmeldung schon beabsichtigt, das Fahrzeug wieder anzumelden. Das muss innerhalb von maximal sieben Jahren erfolgen. Verstreicht diese Frist, verliert das Fahrzeug unabhängig von seinem technischen Zustand die allgemeine Betriebserlaubnis, was nicht wieder rückgängig zu machen ist.

Abmeldung bei der Zulassungsstelle

In der Regel wird die Abmeldung – egal ob vorübergehend oder final – bei der örtlichen Zulassungsstelle vorgenommen. Viele Städte bieten mittlerweile auch Bürgerbüros oder ähnliche Einrichtungen an, die den Abmelde-Prozess unkompliziert durchführen. Die Gebühren für eine Pkw-Abmeldung variieren je nach Ort und Bundesland. Beim Abmelden müssen die Plaketten beziehungsweise Siegel (TÜV, Abgasuntersuchung Stadtsiegel) der Kennzeichen unkenntlich gemacht werden. In der Regel geschieht das durch das Abrubbeln der Plaketten. In jeder Zulassungsstelle findet man Schraubenzieher oder elektrische Geräte, mit denen das problemlos durchführbar ist.

Abmeldung auch online möglich

Mittlerweile ist es auch möglich, ein Kfz online abzumelden. Allerdings ist dieser Vorgang an einige Voraussetzungen geknüpft: Auf den Sicherheitsplaketten, das sind die Siegel auf den Nummernschildern, befinden sich versteckte Sicherheitscodes, ebenso wie auf dem Fahrzeugschein. Außerdem ist ein Personalausweis mit Online-Funktion nötig, um Ihre Identität nachweisen zu können. Dazu braucht man eine App zum Scannen der Codes und ein Ausweislese-Gerät. (Mehr hier: https://www.kba-online.de/i-kfz/portal/webapp/start.html). Bezahlt wird ebenfalls online per Kreditkarte (Mastercard oder Visa) oder Giropay. Achtung: Das Online-Abmeldeverfahren ist nur bei Autos möglich, die nach dem 1. Januar 2015 zugelassen wurden.

Kennzeichen mitnehmen?

Zum gleichen Zeitpunkt wie die Online-Abmeldung wurde auch die Kennzeichenmitnahme eingeführt. Die Tatsache, dass bei einem Umzug innerhalb Deutschlands die Nummernschilder am Fahrzeug bleiben können und das Kfz nicht umgemeldet werden muss, spart den Bürgern Zeit und natürlich auch Geld. Der Gang zur Zulassungsstelle bleibt einem aber trotzdem nicht erspart, denn die neue Adresse muss in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Dazu braucht man den Fahrzeugschein und den Personalausweis beziehungsweise einen Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung. Das Ganze kann auch eine beauftragte Person mit Vollmacht erledigen.
Die Gebühr für die Mitnahme der alten Nummernschilder ist oft identisch mit der, die beim Ausstellen eines Wunschkennzeichens erhoben wird – also rund zehn Euro. Die Nummernschilder können auch bei einem Fahrzeugwechsel behalten werden. Da die Kennzeichen ja nach einer vollzogenen Abmeldung frei werden, kann sie sich der Besitzer diese sofort wieder sichern. Bitte vergessen Sie nicht, den Fahrzeugschein (im Amtsdeutsch: Zulassungsbescheinigung Teil I) und den Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II) für eine spätere Wiederzulassung aufzubewahren. Wenn Sie das Fahrzeug verkaufen, übergeben Sie dem Käufer die vollständigen Unterlagen.

Wer sagt dem Finanzamt Bescheid?

Die Meldung an das Finanzamt und die Versicherung erfolgt automatisch durch die Zulassungsbehörde. Doch auch hier gilt: doppelt hält besser. Es ist durchaus empfehlenswert, die Abmeldebescheinigung an die Versicherung zu faxen oder zu mailen und um eine Bestätigung des Endes des Versicherungsschutzes zu bitten. Bisweilen reicht auch ein Anruf. Wer sein Auto verkaufen will, kann überlegen, es angemeldet zu lassen, um den Käufer eine Probefahrt zur ermöglichen. Allerdings sollte dann im Kaufvertrag geregelt werden, wer die Abmeldung übernimmt.
Wer ganz sicher gehen will, sollte ein Auto nur abgemeldet verkaufen. Anderenfalls flattern, solange bis der neue Besitzer das Fahrzeug auf seinen Namen zulässt, Bußgeldbescheide und andere Strafzettel in ihren Briefkasten. Baut der Käufer einen Unfall, kann sich auch Ihre Schadensfreiheitsklasse verschlechtern.
Hier ist eine kurze Checkliste der zur Abmeldung benötigten Unterlagen:
• Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I)
• Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II)
• Nummernschilder
• Bei Verschrottung: Verwertungsnachweis (den Verwertungsnachweis erhalten Sie vom Verwertungsbetrieb, bei dem Sie das Fahrzeug entsorgt haben.) Dies gilt nur bei einer Verschrottung innerhalb der Bundesrepublik Deutschland.
• Personalausweis
• Falls Sie das Auto nicht persönlich abmelden: Vollmacht mit allen relevanten Fahrzeugdaten und ihrem Namen und Unterschrift. Meistens empfiehlt es sich, der beauftragten Person eine Kopie des Personalausweis mitzugeben.