Nicht hupen

Das Auto ist zugeparkt: Was nun?

Ist das Auto zugeparkt oder die eigene Ausfahrt blockiert, sollte man selbst bei Termindruck nicht übereifrig handeln. Die Devise lautet: Ruhe bewahren.

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Auch, wenn man vor Wut kocht: Es ist verboten, die Hupe zu betätigen, wenn ein Auto den Weg blockiert. Selbst, wenn der Termindruck hoch ist, sollte man erst einmal ein paar Minuten warten und in der näheren Umgebung schauen, ob man den Besitzer des Fahrzeugs ohne großen Aufwand selbst auffinden kann.

Notfalls die Polizei rufen

Lässt sich der Autofahrer, der das eigene Auto zugeparkt hat, auf die Schnelle nicht herausfinden und gibt es keine andere Möglichkeit, um aus der Ein-/Ausfahrt herauszukommen, sollte man die Polizei rufen. Diese kommt vorbei und kann den Besitzer des Fahrzeugs anhand des KFZ-Kennzeichens ermitteln. Ist der Halter dann immer noch nicht aufgetaucht oder nicht erreichbar, ruft die Polizei ein Abschleppunternehmen und lässt den Wagen abschleppen oder setzt diesen auf einen Parkplatz in der Nähe um. Die Kosten hierfür muss der Falschparker tragen. Verpasst man durch dieses Zuparken einen wichtigen Termin und kann dies belegen, kann man etwaig sogar weitere Schadensersatzansprüche geltend machen. Aber Vorsicht: Veranlasst man selbst das Abschleppen eines Fahrzeuges, verlangen die Abschleppunternehmen die Abschleppkosten häufig in Vorkasse. Der Fahrzeughalter des abgeschleppten Autos muss diese natürlich nur ersetzen, wenn das Fahrzeug auch wirklich andere Verkehrsteilnehmer behindert hat. Es kann aber auch Ärger geben, wenn das Fahrzeug aus berechtigten Gründen abgeschleppt wurde: Häufig müssen Fahrzeughalter vor Gericht gehen, um die vorgestreckten Kosten vom Falschparker wiederzubekommen. Selbst darf man das Abschleppen übrigens nur veranlassen, wenn die eigene Einfahrt oder ein gemieteter Parkplatz zugeparkt wurden. Steht der Falschparker auf öffentlichem Grund, dürfen nur das Ordnungsamt oder die Polizei einen Abschleppwagen bestellen.