So verhält sich die Luft im Autoreifen

Dreht sich die Luft im Reifen?

Die Luft in einem Autoreifen unterliegt den selben physikalischen Gesetzen wie in einem anderen Umfeld. Also dreht sie sich mit, allerdings nicht sofort. Warum das so ist, liegt an der Struktur der Luft selbst.

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Um zu verstehen, warum sich die Luft erst nach einer gewissen Zeit im Reifen dreht, hilft ein Blick in die Physikbücher. Die Luft ist ein Gasgemisch, das aus verschiedenen Molekülen besteht, die nicht starr miteinander verbunden sind. Im Ruhezustand bewegen sie sich in unterschiedliche Richtungen.

Luftmoleküle bewegen sich in alle Richtungen

Beginnt sich der Reifen während der Fahrt zu drehen, beeinflussen sowohl der Druck im Inneren des Reifens als auch die Bewegung des Pneus das Verhalten der einzelnen Moleküle. Aufgrund des Drucks treffen die Moleküle nach Angaben des Max-Planck-Institutes durchschnittlich nach rund 30 Nanometern aufeinander – solange sich der Pneu nicht bewegt, hat das noch keine großen Auswirkungen.

Innere Reifenwand reißt die Teilchen mit

Wenn sich der Reifen dreht, kommen die Moleküle mit der inneren Reifenwand in Berührung, die die kleinen Teilchen mitreißt. Das beginnt mit der äußeren Luftschicht, die sich langsam, aber eben verzögert der Drehbewegung des Reifens anpasst.

Drehbewegung pflanzt sich fort

Da sich aber die Moleküle nach wie vor auch in die anderen Richtungen bewegen wollen, stoßen sie irgendwann auch mit den Teilchen, die sich in den inneren Luftschichten zusammen, und so pflanzt sich die Drehbewegung des Reifens auch in diese Regionen fort.
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