Darf ich als Epileptiker Auto fahren?

Mit Epilepsie Auto fahren

Darf man als Epileptiker ein Auto bewegen? Das hängt von mehreren Faktoren wie der Häufigkeit der Anfälle und der Medikation ab.

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Wer eine chronische Krankheit wie Epilepsie hat, sollte mit dem Autofahren vorsichtig sein. Ein risikoloses Führen des eigenen Fahrzeugs ist nur mit entsprechender Medikation und in enger Absprache mit dem Arzt möglich.
Der Arzt führt mindestens einmal pro Jahr einen neurologischen Check durch, anhand dessen sich der aktuelle Gesundheitszustand einschätzen lässt.

Generell wird zwischen zwei Arten von Autofahrern unterschieden:

Gruppe 1: Personenkraftwagen und Motorräder bis 3,5 Tonnen (Führerschein der Klasse A, A1, A2, B, BE, AM, L, T)
Gruppe 2: Lastkraftwagen, Fahrgastbeförderung und ggf. Gefahrguttransport ab 3,5 Tonnen (Führerschein der Klasse C, C1, CE, C1E, D, D1, DE, D1E)
Die erste Gruppe darf nach Rücksprache mit einem Arzt ein Auto führen, wenn es einen ersten Anfall gegeben und innerhalb von sechs Monaten kein weiterer Anfall stattgefunden hat. Wurde ein Anfall durch Medikamente oder andere externe Faktoren herbeigeführt, darf sich zumindest innerhalb der nächsten drei Monate kein weiterer Anfall ereignen. Gab es bereits mehrere Anfälle, so ist das Autofahren nur erlaubt, wenn man ein Jahr anfallfrei war.
Gehört der Autofahrer zu der Gruppe zwei, die auch andere Personen und Güter befördert, sind die Vorgaben, deutlich strenger. Zunächst einmal dürfen keine Antiepileptika eingenommen werden, um fahrtüchtig zu sein. Seit der letzten Medikamenteneinnahme müssen fünf Jahre vergangen sein. Gab es einen ersten Anfall, darf es innerhalb von zwei Jahren zu keiner Wiederholung gekommen sein. Wurde ein Anfall durch externe Faktoren herbeigeführt, darf es sechs Monate keinen weiteren Anfall gegeben haben.