Promillegrenzen und Strafen

Fahren unter Alkoholeinfluss

Fahren unter Alkohol sollte unbedingt vermieden werden. Wir sagen, wie hoch das Risiko wirklich ist.

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Beinahe jeder trinkt gerne mal ein Bier oder ein Glas Wein. Und die landläufige Meinung ist, dass man nach einem halben Liter Bier noch problemlos Auto fahren kann, wenn man vernünftig isst oder lange genug wartet.
Eine altbekannte Faustregel besagt, dass man 0,2 Promille pro Stunde abbauen kann. Das jedoch ist ein recht optimistischer Wert: Alter, Gewicht und Größe spielen eine wichtige Rolle, wieviel man verträgt. Frauen bauen im selben Zeitraum zum Beispiel weniger Alkohol ab als Männer. Laut dem Promillerechner der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat ein 22-jähriger, 80 Kilogramm schwerer und 1,85 Meter großer Mann nach 0,5 Litern Bier bereits einen Promillewert von 0,27 – falls er vorher keinerlei anderen Alkohol zu sich genommen hat. Natürlich ist auch das nur ein Richtwert.

Fahren und Alkohol passen nicht zusammen

Auch wenn die gesetzliche Promillegrenze 0,5 beträgt, passen Alkohol und Autofahren nicht zusammen! Wer bereits mit 0,3 Promille im Blut einen Unfall verursacht, dem drohen Punkte im Flensburger Strafregister, empfindliche Geldstrafen, Fahrverbote und sogar Freiheitsstrafen. Der Gesetzgeber geht aus gutem Grund so rigoros gegen Alkohol am Steuer vor. Denn die Auswirkungen des berauschenden Getränks sind am Steuer besonders fatal. Schon bei einem Wert von 0,5 Promille verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit, einen Unfall zu verursachen. Bei 0,8 Promille ist sie sogar schon viermal so hoch.
Diese Auswirkungen hat Alkohol auf den Autofahrer:
• Alkohol hat eine enthemmende Wirkung. Der Fahrer agiert deutlich risikobereiter.
• Die Motorik ist eingeschränkt.
• Die Reaktionszeit nimmt deutlich zu.
Auch das Sehvermögen ist unter Alkoholeinfluss betroffen:
• Da sich die Pupillen bei Lichteinfall (Gegenverkehr nachts) nicht schnell genug verengen können, ist man deutlich schneller geblendet, als wenn man nüchtern wäre.
• Außerdem bekommt einen sogenannten Tunnelblick und kann Objekte aus dem Augenwinkel nur noch schwer wahrnehmen.
• Entfernungen können nicht mehr richtig eingeschätzt werden.
• Die Sehschärfe lässt ebenfalls nach, und das Fokussieren dauert deutlich länger.
• Das Farbempfinden der Augen lässt nach, aufleuchtende Bremsleuchten werden nicht mehr als warnend empfunden.
Informationen zu Alkohol am Steuer