So senkt man den Verbrauch

Kraftstoff sparen: So wird das Auto effizienter

Für die meisten Leute sind die schwankenden Kraftstoffpreise der Grund, den Spritverbrauch des Autos durch eine sparsame Fahrweise zu senken. Aber auch die Umwelt freut sich.

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Moderne Autos sind vollgestopft mit Technik, die den Verbrauch reduzieren sollen: Start-Stopp-Systeme, Segelfunktion, Zylinderabschaltung und natürlich die Schaltempfehlung. Aber das größte Spritspar-Potential sitzt nach wie vor hinter dem Lenkrad. Wer einige Regeln beherzigt, kommt mit einer Tankfüllung deutlich weiter.
  • Früh Hochschalten: Wer das Drehzahlband des Motors nicht komplett ausreizt, spart eine Menge Treibstoff. Viele Autohersteller geben in den Betriebsanleitungen Tipps, in welchem Drehzahlbereich ein Auto am effizientesten unterwegs ist.
  • Kurzstrecken vermeiden: In der Kaltstartphase wird einem Motor aufgrund der Kondensationsverluste im Brennraum mehr Sprit zugeführt, der Verbrauch ist folglich in dieser Phase am höchsten. Um ein Fahrzeug wirklich effizient zu nutzen, sollte man von daher auf Kurzstrecken verzichten und für diese eher das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel nehmen. Auch das Warmlaufen lassen des Motor im Stand spart keinen Sprit: Der Motor erreicht dadurch viel langsamer seine Betriebstemperatur, außerdem kann der zusätzlich zugeführte Sprit den Ölfilm von den Zylinderwänden waschen - der Motor verschleißt also auch deutlich schneller. Den Wagen sollte man deshalb schonend warmfahren, um den Verschleiß zu verringern und den Verbrauch zu senken.
  • Vorausschauend fahren: Der Klassiker unter den Spartipps: Wer vor sich eine Fahrzeug-Kolonne mit aufleuchtenden Bremsleuchten oder eine rote Ampel sieht, sollte den Fuß vom Gas nehmen und das Fahrzeug ausrollen lassen.
  • Genug Zeit einplanen: Wer mit Zeitdruck unterwegs ist, drückt aufs Gas und verbrennt übermäßig viel Treibstoff. Wer ein gleichmäßiges Tempo ohne große Gaspedalbewegungen fährt, spart immens.
  • So wenig Gewicht, wie möglich mitführen: Laut Faustregel verbraucht ein Auto pro 100 Kilogramm Zusatzlast rund 0,3 Liter/100 km mehr. Auch Dachboxen und Fahrradträger sollten sofort nach Gebrauch abmontiert werden. Sie erhöhen den Luftwiderstand und damit den Verbrauch. Gleiches gilt übrigens auch für heruntergelassene Fensterscheiben.
  • Reifendruck: Auch der Reifendruck hat eine große Auswirkung auf den Durst des Motors. Bis zu 0,3 Liter / 100 km sind drin. Experten wie der ADAC empfehlen 0,2 bar mehr als die Herstellerempfehlung. Aber Vorsicht: Ein zu hoher Reifendruck lässt nicht nur das Profil des Reifens ungleichmäßig abnutzen, er beeinträchtigt auch die Sicherheit des Fahrverhaltens: Durch die geringere Reifenaufstandsfläche verlängert sich nicht nur der Bremsweg, in Gefahrensituationen (z.B. plötzliches Ausweichmanöver) kann das Fahrzeug so auch an Bodenhaftung verlieren und ins Schleudern geraten.
  • Klimaanlage runterdrehen: Die Klimaanlage raubt dem Motor nicht nur Leistung, sie treibt auch den Verbrauch in die Höhe.
  • Elektrische Verbraucher: Auch wer auf elektrische Verbraucher (z.B. Sitzheizung oder Heckscheibenheizung) verzichtet oder sie nur mit Bedacht einsetzt, kann den Spritkonsum des Autos eindämmen. Natürlich sollte man nicht auf sicherheitsrelevante Verbraucher verzichten.
  • Auto selbst ausschalten: Wer kein Start- und Stopp-System hat, kann es selbst simulieren, indem man bei längerer Standzeit im Stau oder am Bahnübergang den Motor einfach selbst ausschaltet.
  • Eco-Training: Wer sich tiefgehender mit dem Spritsparen befassen möchte, für den ist eine Teilnahme am Eco-Training empfehlenswert. So ein Training kann man beim ADAC buchen, es gibt aber auch andere Anbieter. In einem Eco-Training wird die eigene Fahrweise von ausgebildeten Profis analysiert. Die anschließend erhaltenen Tipps werden dann auf einer weiteren Testfahrt umgesetzt.