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Dienstwagen in der Elternzeit

Was passiert mit dem Dienstwagen während der Elternzeit? Darf man das Auto weiterhin fahren oder muss man es abgeben? Wichtige Infos!

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Wenn man Elternzeit in Anspruch nimmt, stellen sich viele Arbeitnehmer die Frage, ob sie den Dienstwagen auch weiterhin nutzen können. Grundsätzlich gilt: Ist in der Fahrzeugüberlassungsvereinbarung hierzu nichts Gegenteiliges festgelegt, darf man den Dienstwagen weiterhin privat nutzen.
Allerdings muss auch während dieser Zeit der geldwerte Vorteil weiter versteuert werden. Das bedeutet: Für die private Nutzung wird monatlich pauschal ein Prozent des Brutto-Preises des Fahrzeugs inklusive Sonderausstattung als Arbeitslohn angesetzt, auf das Gehalt aufgerechnet, und dann die gesamte Summe versteuert.

Dienstwagen: Geldwerter Vorteil auch während der Elternzeit gültig

Das bedeutet, dass sich die private Nutzung des Dienstwagens auch auf das Elterngeld auswirken kann. Denn eine Überlassung eines Firmenfahrzeugs stellt einen Gehaltsbestandteil dar. Auch wenn der Arbeitgeber die Gehaltszahlung während der Elternzeit einstellt, ist ein Dienstwagen im Fall der weiteren privaten Nutzung eine Art Gehalt, das in Form eines Sachbezugs ausbezahlt wird.
Bei der Anrechnung dieses privaten Nutzungsvorteils auf das Elterngeld spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Zum Beispiel, ob und wie viel während der Elternzeit noch gearbeitet wird. Ein Steuerberater kann zu Rate gezogen werden, um die finanziellen Auswirkungen der Dienstwagennutzung auf das Elterngeld genau zu beziffern. Ist die Belastung zu hoch, sollten Sie mit dem Arbeitgeber sprechen, um eventuell eine andere Lösung zu finden. Allerdings ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, den Dienstwagen zurückzunehmen.
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