Eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht

Haftpflichtversicherung fürs Auto erloschen: Das droht

Ein Auto darf nicht ohne Haftpflichtversicherung im Straßenverkehr bewegt werden. Wer es trotzdem macht, riskiert drakonische Strafen. Insbesondere, wenn die Versicherung vorsätzlich erloschen ist.

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Die Frage ist bei der theoretischen Führerscheinprüfung relevant: "Was ist vorgeschrieben, wenn die Haftpflichtversicherung Ihres Fahrzeugs erloschen ist?". Folgende Antworten sind korrekt "Das Fahrzeug muss bei der Zulassungsstelle abgemeldet werden" und "Das Fahrzeug darf im Straßenverkehr nicht mehr benutzt werden."

Das deckt die Haftpflichtversicherung ab

Vor allem letztere Antwort ist logisch, da die Auto-Haftpflichtversicherung bei Schäden greift, die anderen Fahrzeugen und Personen verursacht werden. Dazu zählen auch die Insassen des eigenen Fahrzeugs, außer dem Fahrer selbst. Das Fahren ohne Haftpflichtversicherung stellt eine Straftat dar. Nach § 6 des Pflichtversicherungsgesetz ist für dieses Vergehen eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten oder eine Geldstrafe vorgesehen, die bis zu 180 Tagessätze betragen kann.

Hohe Strafen bei Vorsatz

Wenn man dem Fahrer einen Vorsatz nachweist, kann die Strafe sogar noch deutlich höher ausfallen. Vor Gericht werden Details wie der entstandene Sach- oder Personenschaden bewertet, ob eine starke Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer vorlag und ob es sich um Vorsatz oder Fahrlässigkeit handelt. Kommt das Gericht zu dem Schluss, dass es sich um einen Vorsatz handelt, wird es deutlich teurer und es droht sogar eine Haftstrafe bis zu sechs Monaten.
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