So einfach kann man den Autokauf nicht rückgängig machen

Kann ich mein Auto zurückgeben?

Beim täglichen Einkauf ist man es gewöhnt, einen Artikel bei Nichtgefallen innerhalb einer gewissen Frist zurückzugeben. Ein Auto, egal ob neu oder gebraucht, kann man dem Händler nicht einfach so wieder auf den Hof stellen.

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Viele Autokäufer glauben, dass man ein Auto bis zu 14 Tage nach dem Kauf einfach zurückgeben kann. Dem ist nicht so. Wenn ein Händler, beziehungsweise ein Verkäufer das Fahrzeug wieder zurücknimmt, ist das ein reines Entgegenkommen. Eine rechtliche Verpflichtung besteht nicht – sei es bei einem gewerblichen Händler oder bei einer Privatperson.

Gravierender Mangel als Rücktrittsgrund

Allerdings gibt es Möglichkeiten, den Kaufvertrag zu annullieren. Wer nach dem Kauf eines Autos einen gravierenden Mangel feststellt, kann das Geschäft anfechten. Allerdings muss dem Händler die Gelegenheit gegeben werden, den Schaden zu beheben. Gelingt das auch beim zweiten Versuch nicht, kann man den Kaufvertrag anfechten, da das Auto nicht den vertraglichen Vereinbarungen entspricht. Als Alternative zur Nachbesserung kann der Käufer auch die Lieferung eines mängelfreien Fahrzeugs wählen. Das ist bei einem gebrauchten Automobil allerdings nur schwer möglich.

Frist von sechs Monaten ist wichtig

Grundsätzlich gilt: Innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf muss der Verkäufer nachweisen, dass der Schaden bei der Übergabe des Fahrzeugs an den Käufer noch nicht vorhanden war. Nach dieser Frist dreht sich die Beweispflicht um, und der Käufer beweisen, dass der Mangel schon beim Kauf des Autos vorlag.
Noch komplizierter ist die Sachlage bei einem Privatkauf. Eine Privatperson kann im Kaufvertrag jegliche Haftung ausschließen und muss bei einem Schaden nichts nachbessern. Wenn man dem Verkäufer allerdings eine arglistige Täuschung nachweisen, etwa wenn dieser von einem gravierenden Mangel wusste, dies aber verschwiegen hat, kann man vom Kauf zurücktreten.
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