Gefahren im Straßenverkehr

Aussagen von Unfallforschern – davor wird aktuell gewarnt

Die Unfallforschung befasst sich mit den Abläufen von Unfällen. Die aktuellen Aussagen von Forschern erklären die häufigsten Unfallursachen und geben Empfehlungen, wie man einen Unfall am ehesten verhindern kann.

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In der Unfallforschung geht es darum, Unfallabläufe und Ursachen zu analysieren, um diese in Zukunft zu verhindern. Einer der wichtigsten Unfallforscher ist Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV), der regelmäßig aktuelle Unfallstatistiken auswertet und Warnungen sowie Empfehlungen zur Unfallvermeidung ausspricht.

Aktuelle Studien von Unfallforschern

Auch in den letzten Monaten stellten Unfallforscher wiederkehrende Muster fest.
  • Die Beteiligung von Fahrradfahrern am Straßenverkehr, vor allem in der Stadt, nimmt kontinuierlich zu. Dementsprechend häufen sich auch die oft tödlich endenden Unfälle mit Fahrradfahrern. Große Gefahrenquellen bergen dabei unter anderem nicht ausreichend ausgebaute Fahrradwege, das Fahren ohne Helm sowie der falsche Umgang mit Elektrofahrrädern.
  • Wenn es sich vor einer Baustelle auf der Autobahn staut, kommt es laut Unfallforschern vermehrt zu Unfällen am Stauende, vor allem durch Lastwagen. Ursachen sind überhöhte Geschwindigkeit, zu geringer Abstand, Übermüdung und Alkoholisierung. Ein Notbremsassistent kann hier helfen.

Das sagen und fordern Unfallforscher

Um die Unfallzahlen und die Zahlen von verletzen zu reduzieren, sprechen Unfallforscher Forderungen und Warnungen aus.
  • Viele nehmen es bei geringen Geschwindigkeiten in der Innenstadt und auf kurzen Strecken mit der Anschnallpflicht im Auto nicht so ernst. Tatsächlich enden viele Verkehrsunfälle tödlich, weil Fahrer oder anderer Fahrzeuginsassen sich falsch oder gar nicht angegurtet haben. Strengere Kontrollen mit dem Ziel der hundertprozentigen Anschnallquote, könnte das verhindern.
  • Unfallforscher warnen vor der Zulassung von Elektrokleinstfahrzeugen, z. B. E-Scootern, E-Rollern auf Rad- und Fußgängerwegen. Besonders kritisch werden Fahrzeuge ohne Lenkstange wie Hoverboards und E-Skateboards gesehen.
  • Laut Unfallforschern könnten in Zukunft einige Einbauverpflichtungen bei neuen Wagen zur elektronischen Schadenverhütung eingeführt werden, so beispielsweise Gurtwarner, Spurverlassenswarner und ein Notbremsassistent. Auch eine alkoholempfindliche Wegfahrsperre könnte sinnvoll sein. Ab 2022 verpflichetet die EU Hersteller bereits zum Einbau einiger Assistenzsysteme.

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