Die richtige Sorte ist entscheidend

Motoröl: Unterschiede beachten

Motoröl ist das Lebenselixier jedes Autos. Ohne den richtigen Schmierstoff läuft kein Verbrennungsmotor. Die Motoröle haben dabei deutliche Unterschiede. Die Viskosität (Zähflüssigkeit) des Öls ist dabei genauso entscheidend für den Einsatzzweck wie die Additive. Ist zu wenig Öl im Motor, sollte man dies umgehend nachfüllen.

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Wer denkt, dass die wichtigste Flüssigkeit beim Auto der Kraftstoff im Tank ist, der irrt gewaltig. Ohne das richtige Öl geht gar nichts – und Öl ist dabei nicht gleich Öl. Denn nur mit dem passendem Schmierstoff läuft der Motor richtig und die Haltbarkeit des Motors ist gewährleistet. Dabei ist es ganz egal, ob es ein modernes Fahrzeug mit Direkteinspritzung, Turboaufladung und Hochdrehzahlkonzept ist oder ein Klassiker. Mit dem falschen oder insbesondere alten Motoröl, riskiert man einen kostspieligen Motorschaden. Der Motorölstand sollte regelmäßig – mindestens einmal im Monat – kontrolliert werden. Ist zu wenig vom schwarzen Gold im Triebwerk, heißt es das richtige Motoröl nachzufüllen. Die entsprechende Öffnung befindet sich meist zentral an der Oberseite des Motors. Wer sich nicht sicher ist oder den Einfüllstutzen nicht sofort findet, kann in der Bedienungsanleitung nachschauen. Aber Vorsicht: Zu viel Öl schadet dem Motor und kann auch den Katalysator in Mitleidenschaft ziehen.

Drei Arten von Motorölen

Motoröle gibt es in den drei Arten: mineralisches, synthetisches und teilsynthetisches Öl. Während mineralisches Öl in entsprechenden Raffinerien aus reinem Erdöldestillat gewonnen wird, wird synthetisches Öl künstlich herstellt. Das teilsynthetisches Öl (Hybridöl) besteht aus einer Mischung beider Flüssigkeiten. Einbereichsöle, die früher in Automotoren Verwendung fanden, sind übrigens längst Vergangenheit. Generell gibt der Autohersteller oder auch der Ölhersteller Hinweise, welches Motoröl für das entsprechende Modell das richtige ist. Hierfür gibt es meist Ölfreigaben, die auch auf den Ölkanistern zu finden sind. Zumeist hat der Autohersteller einen Vertrag mit einer speziellen Marke aus der Petrochemie und empfiehlt diese Marke entsprechend in der Bedienungsanleitung, häufig haben aber auch andere Ölhersteller passendes Öl im Angebot. Wann bei einem Fahrzeug der Ölwechsel fällig ist, steht in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs. Aber Achtung: Es kommt dabei nicht nur auf die Kilometerleistung, sondern auch auf das Alter des Motoröls an. Einige Hersteller empfehlen einen Ölwechsel erst nach zwei Jahren, andere bereits nach einem Jahr - unabhängig von der Kilometerleistung. Am einfachsten ist es, den Ölwechsel in einer Autowerkstatt durchführen zu lassen. Hier wird der Schmierstoff nicht nur von Experten gewechselt, das Altöl wird auch fachgerecht entsorgt.

Viskosität ist entscheidend

Die Viskosität beschreibt wie zähflüssig ein Motoröl ist. So ist ein Motoröl mit geringer Viskosität eher dünnflüssig, ein Motoröl mit hoher Viskosität eher dickflüssig. Allerdings verändert sich die Viskosität je nach Temperatur, nach Druck und nach Belastung. Bei der Nomenklatur von Mehrbereichsölen wird zuerst die Niedrigtemperatur-Viskosität mit Zusatz W (Winter) genannt und nach dem Bindestrich die Hochtemperatur-Viskosität. Um mehrere Viskositätsbereiche abdecken zu können, enthalten die sogenannten Mehrbereichsöle verschiedene Polymere, um die Viskosität zu verbessern. So kann ein SAE 0W40 in einem Temperaturbereich von - 40 Grad Celsius bis ungefähr + 40 Grad Celsius verwendet werden, ein SAE 15W40 ist von - 20 Grad Celsius bis + 40 Grad Celsius zu verwenden.