Wie sinnvoll ist Luftfilter-Tuning?

Ohne Luftfilter fahren: Ist das legal?

Der Trick ist schon länger bekannt: Luftfilter raus und schon hat der Motor ein paar PS mehr. Die Frage ist, was dieses Luftfilter-Tuning wirklich bringt und ob es legal ist.

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Das Prinzip scheint einleuchtend: Ist der Luftfilter entfernt, bekommt der Motor mehr Sauerstoff und die Motorleistung steigt. Doch die Kehrseite der Medaille ist, dass man seinen Motor mit dieser "Tuningmaßnahme" einem Risiko aussetzt.

Ohne Luftfilter fahren kann dem Motor schaden

Zwar hat ein Triebwerk ohne Luftfilter theoretisch mehr Leistung, aber Prüforganisationen, wie der TÜV oder die DEKRA bezweifeln, dass durch diese Maßnahme wirklich merklich mehr PS generiert werden. Ein Luftfilter ist nicht ohne Grund Teil des Ansaugtrakts: Er verhindert das Eindringen von Partikeln, Insekten und Staubkörnern in den Brennraum, was dort für erheblichen Schaden sorgen kann.

Bußgeld droht

Manche freuen sich über den kernigeren Motorklang, wenn der Luftfilter entfernt wurde, aber auch das kann unliebsame Konsequenzen haben. Wird das Triebwerk ohne Luftfilter zu laut, droht ein Bußgeld wegen unnötiger Lärmbelastung in Höhe von zehn Euro. Vom höheren Spritverbrauch ganz zu schweigen. Eine Alternative sind für viele die (offenen) Luftfilter aus dem Motorsport, die direkt am Ansaugbereich des Motors angebracht werden. Ein solcher – oft kegelförmiger – Filter erweitert den Bereich, aus dem Luft gezogen wird, allerdings ist da auch die heiße Abluft des Motors dabei, was wieder kontraproduktiv wirkt.
Deswegen bringt so ein Sportluftfilter nur etwas, wenn die Ansaugluft auch gekühlt wird, und bei solchen Umbauten muss dann oft eine Abnahme durch den TÜV erfolgen. Zudem führen diese Filter zu einem lauteren Motorengeräusch, sodass das Problem der Lärmbelästigung wieder akut wird.
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