Felgenpolitur

Alufelgen polieren: So geht's

Ein paar Kratzer kommen im Alltagsverkehr schnell an die geliebten Alufelgen. Ist der Klarlack erst einmal abgeplatzt, kriecht schnell Feuchtigkeit unter die Schutzschicht und ruiniert die Felge noch mehr. Die Alternative zum Neukauf: Polieren der Alufelgen.

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Wer mit einer oder mehreren zerkratzten Felgen herumfährt und sich daran stört, muss sich nicht gleich einen neuen Satz Alufelgen kaufen. Bei leichten, oberflächlichen Kratzern, lassen sich die Alufelgen mit etwas Aufwand polieren und sehen danach beinahe aus wie neu. Vorab sollte man sich aber die Frage stellen, ob man das Prozedere daheim selbst durchführen oder, ob man die Räder zu einer Spezialwerkstadt geben will. Die Profipolitur kostet meist zwischen 150 und 400 Euro. Der Vorteil: In der Werkstatt können die Reifen zuvor von der Felge abgezogen werden. Das ist Zuhause kaum möglich.

Alufelgen zuhause selbst polieren

Wer sich für die Politur in Eigenregie entscheidet, sollte zuvor die Reifen in der Werkstatt abziehen lassen. Alternativ müssen sie sehr gut abgeklebt werden, damit sie beim Einsatz von Politur und Schleifpapier keinen Schaden nehmen. Außerdem sollten die Felgen nicht unbedingt draußen oder in der kalten Garage bearbeitet werden. Die Polierpaste verträgt sich nicht gut mit einer feuchten oder kalten Umgebung und das macht sich in dem späteren Arbeitsergebnis bemerkbar. Wer an der Felge arbeitet, muss diese vorher gründlich reinigen. Bei der Arbeit selbst muss eine Atemmaske getragen werden, damit die kleinen Schleifpartikel nicht in den Mund oder Rachenraum kommen. Eine helle Arbeitsleuchte und Handschuhe sind ebenfalls obligatorisch.

Zuerst den Klarlack entfernen

Nach der gründlichen Reinigung muss zunächst der Klarlack entfernt werden. Bei einigen Alufelgen ist das mit einem scharfen Beizmittel möglich; ansonsten muss die Felge vorsichtig angeschliffen werden. Die Körnung der Schleifscheiben bzw. des Schleifpapiers sollte dabei langsam von 100 auf 500 gesteigert werden. Ist die Felge abgeschliffen, geht es ans Polieren selbst. Dafür kann man entweder Baumwollscheiben (ab 400er Körnung) oder solche aus Sisal verwenden. Die Polierpaste sollte dabei langsam und vorsichtig aufgetragen werden, um Unregelmäßigkeiten oder gar Beschädigungen zu vermeiden. Die Schleifscheiben immer wieder ersetzen oder zumindest aufrauen, damit die Paste auch gleichmäßig verteilt wird.

Zum Abschluss: die Feinpolitur der Felgen

Sind die Felgen entsprechend poliert, geht es an die Abschlussarbeit. Hierzu werden die Felgen mit einer 800er Körnung geglättet und danach mit Flanellscheiben endpoliert. Strahlt die Felge nach der gründlichen Behandlung wie neu, sollte man diese nach Möglichkeit nicht neu lackieren. Der Lack hält durch die großen Temperaturunterschiede der Felge zumeist nicht allzu lange. Wer hinterher die Felgen lackieren will, sollte sie zuerst professionell entlacken und danach sand- oder eisstrahlen lassen. Danach kann eine Lackierung oder Beschichtung (Pulver) aufgetragen werden.
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