DIY: Scheiben tönen

Autoscheiben selber tönen: so geht's

Wer seinem Auto eine besondere Note geben oder einfach nur die Privatsphäre im Fond erhöhen will, verpasst den Autoscheiben eine Tönung mit Folien.

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Autoscheiben tönen ist nicht überall erlaubt: Auf der Windschutzscheibe und den vorderen Seitenscheiben ist das Anbringen der Tönungsfolien verboten. Außerdem sollten Sie beim Tönen der Autoscheiben darauf achten, dass die Folien, die Sie anbringen wollen, eine ABE-Nummer (Allgemeine Betriebserlaubnis) haben und vom TÜV zugelassen sind. Diese Nummer muss auch nach dem Anbringen der Folie noch sichtbar sein.

Autoscheiben am besten in der Garage tönen

Das Anbringen der Folie sollte in einem geschlossenen Raum, am besten einer Garage stattfinden, sonst sind unansehnliche Staubeinschlüsse nicht zu vermeiden. Als erstes müssen Sie die Autoscheiben von außen mit einer Mischung aus Wasser und Glasreiniger vom gröbsten Dreck befreien und sie dann mit einem weichen Mikrofasertuch trocken putzen. Den meisten Folierungssets liegt eine Rakel zum Abziehen der Scheiben bei, die auch zur Reinigung genutzt werden kann. Nachdem die Scheiben sauber sind, geht es an das grobe Zuschneiden der Folie. Dafür messen Sie die Fenster aus und schneiden die Folien auf einer passenden Unterlage zu. Bitte beachten, dass Sie genug Überhangmaterial haben: Bei den Seitenscheiben drei bis fünf Zentimeter, bei der gewölbten Heckscheibe sollten es zehn Zentimeter sein. Beim Bearbeiten mit dem Heißluftföhn wird die Folie etwas schrumpfen, und außerdem braucht man weiteres Material um die Folie genau anzupassen.

Folie zuerst grob einpassen

Profis verwenden Talkumpuder, damit sich die Folie beim Anpassen noch bewegen kann und bringen mit dem Reinigungsgemisch aus Spülmittel und Wasser ein großes „H“ an, indem sie am Rand der Scheibe zwei senkrechte Striche ziehen und einen waagrechten in der Mitte. Diese Stellen werden die Folie dann fixieren. Dann legen Sie die Folie auf und streichen sie glatt. Danach kontrollieren Sie mit einer Stablampe, ob die ganze Scheibe bedeckt ist, oder noch irgendwo Licht durchscheint. Anschließend wird die Folie mit dem Heißluftföhn bearbeitet. Denken Sie dabei daran, sauber und ruhig in Längsbahnen an der Scheibe entlang zuarbeiten. Die Folie wird schrumpfen und sich der Form der Scheibe anpassen. Bitte nicht zu lange mit dem Föhn an einer Stelle bleiben, weil sonst die Folie verbrennen könnte. Beim Schrumpfen der Folie bilden sich kleine Wirbel oder Blasen, die Sie schon während des Arbeitsganges mit der Flachen Hand nach außen wegstreichen können. Nach diesem Arbeitsschritt nehmen Sie die Folie von der Scheibe und sprühen die Scheibe mit dem Reinigungsmittel ein. Legen Sie dann die Folie auf, sprühen diese von außen ein und schieben mit der Rakel die Falten und Luftblasen sorgfältig von innen nach außen weg. Wenn immer noch Falten da sind, diese sorgfältig mit dem Heißluftföhn anblasen und wie gehabt mit der Rakel oder dem Daumen wegstreichen. Denn die Folie muss möglichst plan aufliegen, damit sie exakt zugeschnitten werden kann.

Beschneiden nur mit frischen Klingen

Wenn Sie die Folie mit einem Teppichmesser schneiden, benutzen Sie bitte neue Klingen, da mit diesen das Arbeiten leichter und exakter möglich ist. Das Schneiden selbst sollten Sie ohne zu großen Druck auf das Messer durchführen, da es sonst zu Kratzern im Glas führen könnte. Beim Schneiden ist es wichtig, dass Sie rund einen halben Zentimeter hinter der schwarzen Scheibenumrandung die Linien ziehen. Bitte beim Schneiden sehr sorgfältig und mit Ruhe arbeiten!
Um die Folie anzubringen, müssen Sie die Innenseite der Scheibe perfekt säubern. Das geht wieder mit der angemischten Reinigungsflüssigkeit und einem neuen Microfasertuch. Wenn dann noch Feuchtigkeit vorhanden ist, wird diese fein säuberlich mit der Rakel abgezogen. Dann wird die Scheibe nochmal von innen mit eingesprüht. Jetzt geht es ans Eingemachte: Im nächsten Schritt ziehen Sie die Schutzfolie ab und sprühen die Klebeseite der Folie sofort ein. Auch die Scheibe wird nochmal nassgesprüht, ehe die Folie eingesetzt wird. Jetzt nochmal die Folie einsprühen und mit der Rakel eine Querlinie ziehen, damit die Folie fixiert ist. Jetzt wiederholt sich der Arbeitsschritt von vorher: Mit der Rakel werden die überschüssige Feuchtigkeit und Lufteinschlüsse von innen nach außen fein säuberlich weggeschoben. Wenn noch kleine Falten nach dem Trocknen da sind, werden diese nochmals mit der Rakel nach außen weggeschoben.
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