So färbt man Ledersitze nach

Ledersitze färben: so geht's

Nach ein paar Jahren ist die Innenausstattung des Autos nicht mehr so ansehnlich wie beim Neukauf. So kann man Ledersitze nachfärben!

Datum:
Manchmal kommt man nicht umhin, im Laufe des utolebens unansehnlich gewordene Ledersitze neu einzufärben. Allerdings sollte man diese Arbeit die nötige Erfahrung mitbringen und ein paar Tipps beherzigen. Zunächst muss das Leder gereinigt werden. Also erst die Sitze gründlich absaugen oder mit Druckluft von Staub und Schmutz befreien. Falls nötig, die Nähte mit einer weichen Bürste entstauben. Danach mit einem Lederreiniger den Sitz säubern und dabei möglichst wenig Wasser verwenden – das Leder darf nicht zu viel Feuchtigkeit aufnehmen. Jetzt Verschmutzungen mit einer weichen Bürste lösen und das Leder mit einem speziellen Schleifpad leicht anrauen. Das vergrößert die Oberfläche und die Farbe hält besser. Nun den Sitz mit Reinigungsbenzin und einem Mikrofasertuch abreiben, damit der Schleifstaub verschwindet und das Leder entfettet wird.

Die Farbschicht so dünn wie möglich mit einer Sprühpistole auftragen

Zunächst kommt die Grundierung. Dazu das Leder mit einem niedrigen Druck von etwa zwei bar im Kreuzspritzverfahren mit einer Grundierung einsprühen. Darauf achten, dass die Schicht nicht zu dick wird. Die Oberfläche soll nach dem Trocknen leicht klebrig sein. Anschließend die Farbe mit ebenfalls nur zwei bar Druck wieder im Kreuzspritzverfahren auftragen. Auch hier sind dicke Schichten kontraproduktiv. Damit die Arbeit auch gründlich wird, nicht vergessen, Lederkanten und Falten als erstes einsprühen.

Falls nötig, nachschleifen

Danach den Sitz mit einer Mixtur aus Top Coat (einer Art Klarlack) und Vernetzer bearbeiten und zügig mit einem Heißluftfön trocknen. Falls nötig, Erhöhungen mit einem feinem Polier-Pad glattschleifen und nochmals Farbe und Versiegelung auftragen. Danach den Sitz trocknen lassen und nach einer Woche mit einem Lederschutzmittel pflegen.