Autobatterie

Wie lange hält eine Autobatterie?

Wie lange eine Autobatterie hält, hängt nicht nur von ihrer Qualität sondern auch von der Pflege ab. Tipps, die das Leben des Akkus verlängern!

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Grundsätzlich sollte eine Autobatterie rund sechs Jahre halten. Allerdings ist die Lebensdauer der Stromspender von einigen Faktoren abhängig. Wer sich an ein paar simple Regeln hält, verlängert das Leben seiner Autobatterie und spart damit Geld. Grundsätzlich sollte man regelmäßig die Spannung der Batterie messen. Fällt diese unter 12,4 Volt, sollte man die Batterie wieder aufladen – entweder durch eine längere Überlandfahrt oder mit einem Autobatterie-Ladegerät. Wenn das Fahrzeug länger in der Garage parkt, sollte es möglichst an ein Erhaltungs-Ladegerät angeschlossen werden. Ein solches Gerät lädt die Batterie nicht nur auf, sondern hält die Ladung beziehungsweise die Spannung hoch. Gute Geräte kosten etwa 70 Euro und sind in der Lage, selbst tiefenentladene Batterien wieder zum Leben erwecken.

Gepflegte Autobatterie hält länger

Auch mit dem eigenen Nutzungsverhalten kann man die Autobatterie schonen. Wer zum Beispiel häufig Kurzstrecken fährt, belastet die Batterie mehr als ein Kilometerfresser. Kurzstrecken-Fahrer sollten deswegen zwischendurch eine längere Strecke am Stück fahren, um den Akku wieder vollständig zu laden. Alternativ hilft auch hier ein Ladegerät. Im kalten Winter sind die Akkus zusätzlichem Stress ausgesetzt: Verbraucher, wie Sitz- oder Heckscheibenheizung entziehen den Akkus viel Energie, gleichzeitig benötigt der Motor für den Start bei Kälte mehr Leistung. Daher ist es ratsam, Verbraucher wie das Autoradio oder die Heizung erst in Betrieb zu nehmen, wenn der Motor läuft. Ein weiterer Punkt bei der Batteriepflege: Sauberkeit. Die Anschlüsse der Batterie sollten frei von Schmutz und Verunreinigungen sein, da sonst Kriechströme fließen, die die Batterie mit der Zeit entladen.

Sulfatierung als Ursache für abnehmende Kapazität

In den Batteriezellen laufen chemische Prozesse ab, die Strom erzeugen. Wird eine Batterie unter einen kritischen Punkt entladen, entsteht Bleisulfat. Werden die Akkus dann nicht nachgeladen, schließen sich diese Kristalle nach und nach zu immer größeren Ablagerungen zusammen und setzen sich an den Elektroden fest. Dadurch reduziert sich deren Oberfläche – die chemischen Reaktionen können nicht mehr richtig ablaufen. Dadurch schwindet mit der Zeit die Kapazität der Autobatterie. Hat sich bereits eine große Menge Bleisulfat angesammelt, und die Batterie lädt nicht mehr richtig, können eventuell sogenannte Batteriepulser helfen. Sie erzeugen Spannungsspitzen, die Sulfatkristalle auflösen sollen. Im besten Fall kann das Leben der Autobatterie so noch etwas verlängert werden.

Manchmal hilft nur Neukauf

Wenn die Batterie sich sehr schnell entlädt und schon kurze Zeit nach dem Aufladen mit dem Anlasser kämpft, dann sollte man die Leitungen checken, schauen ob die Lichtmaschine (sorgt für das Laden der Batterie während der Fahrt) einwandfrei funktioniert und im Fachhandel das Auto nach Kriechstrom untersuchen lassen. Führt all das nicht zum gewünschten Ergebnis, hilft nur noch der Kauf einer neuen Batterie.