Ab aufs Dach

Snowboard transportieren

Wer mit dem Auto zum Snowboardfahren will, muss sich Gedanken über den Transport des Brettes machen. Wir geben Tipps.

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Am einfachsten ist es, wenn das eigene Auto groß genug ist und man das Board im Fahrzeug transportieren kann. Das ist – abhängig davon, mit wie vielen anderen Personen man im Auto unterwegs ist – oft aber nur bei größeren Modellen möglich, bei denen man die Rückbank ganz oder geteilt umlegen kann. Ältere Modelle sind bisweilen auch mit einem Skisack ausgestattet, bei dem man Snowboards über eine Luke in der Rückbank oder die Öffnung der Mittelarmlehne nach vorne durchstecken kann.

Ski- oder Snowboardträger

In früheren Zeiten nutzten die meisten Skifahrer entsprechende Dachgepäckträger, um die langen Latten mit ihrem Auto in die Berge zu bringen. Hierbei werden jedoch die Skier oftmals stark verschmutzt, und die Sicherung der Skier auf dem Dach ist aufgrund der einfachen Schlösser unzureichend. Wer sich für Skiträger entscheidet, spart bei der Anschaffung. Wer selten Ski transportiert, wird sich daher eher dafür entscheiden, einen Skiträger zu kaufen. Bei der Auswahl unbedingt beachten: Da beladene Dachträger beim Fahren und Bremsen enormen Belastungen ausgesetzt sind, sollten sie ein GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit nach DIN 75301) tragen. Außerdem wichtig: Träger müssen für das Fahrzeug geeignet sein und auf die vorgegebenen Montagepunkte passen. Im Zweifelsfall in der Typliste oder Bedienungsanleitung nachprüfen. Wichtig ist im Zweifelsfall auch, dass Basis- oder Reling- und Skiträger zusammenpassen. Hier gibt es unterschiedliche Befestigungssysteme. Beim Verladen die Skier immer so montieren, dass die Spitzen zum Wagenheck zeigen. So erhöht sich der Benzinverbrauch des Autos weniger, außerdem sind die Windgeräusche geringer. Die Träger gibt es schon für weniger als 50 Euro, selten sind sie teurer als 100 Euro. Hinzu kommen Basis- oder Reling-Träger für weitere 100 bis 200 Euro.

Dachboxen

Im Laufe der Jahre haben sich bei vielen Dachboxen durchgesetzt, da man diese auch für andere Transporte verwenden kann. Sie sind meist schnell sowie einfach zu montieren und fassen dann mehrere Skier nebst Stöcken oder ein paar Snowbords. Verschließbare Dachboxen nehmen zusätzlich sogar noch leichtes Gepäck wie die Skischuhe auf. Abschließbare Dachboxen sind deutlich teurer. Je nach Typ und Ausführung werden zwischen 150 und 600 Euro fällig. Eine Investition, die sich allerdings in puncto Spritverbrauch auszahlt. So erhöht ein beladener Skiträger den Luftwiderstand des Fahrzeugs erheblich, der Benzinverbrauch bei höheren Geschwindigkeiten kann leicht um 25 Prozent ansteigen. Bei den aerodynamisch geformten Dachboxen hält sich der Mehrverbrauch mit rund zehn Prozent in Grenzen. Für Träger wie Boxen gilt gleichermaßen: bei Nichtgebrauch runter vom Dach. Das schont Geldbeutel und Umwelt. Weiterer Vorteil der Boxen: Das Ladevolumen (zwischen rund 300 und 500 Liter) ist größer, sie zu beladen bequemer, außerdem ist die Diebstahlsicherheit besser. Nachteile: höheres Gewicht und eine mitunter verhältnismäßig aufwändige Erstmontage.

Dachlast auf keinen Fall überschreiten

Sowohl Windgeräusche als auch Mehrverbrauch verändern sich bei beladener Box praktisch nicht. Beim Kauf einer Dachbox sollte man zuerst darauf achten, dass ihre Dachträger keine scharfen Ecken und Kanten aufweisen, die Verschraubungen gerundet und an die Konturen des Trägers angepasst sind. Tragestäbe dürfen im montierten Zustand nicht über die Verschraubungen hinausragen. Wer sich nicht gleich eine Box kaufen will, kann sie auch mieten. Rund 50 Euro Miete pro Woche sollte man je nach Modell einplanen. Die voluminösen Boxen sollten nicht dazu verleiten, sie hemmungslos zu beladen. Hersteller von Dachboxen geben eine maximale erlaubte Zuladung von rund 50 Kilogramm an, auch die maximale Dachlast des Autos darf nicht überschritten werden; sie liegt meist bei 75 Kilogramm.
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