Welches Licht zu welcher Zeit?

Tagfahrlicht und Abblendlicht: Wo ist der Unterschied?

Fahren mit Licht am Tag erhöht die Verkehrssicherheit, und immer mehr Fahrzeuge sind mittlerweile mit Tagfahrlicht unterwegs.

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Während das Abblendlicht nach unten auf die Straße scheint, ist der Lichtkegel beim Tagfahrlicht in die Ferne gerichtet und wird vom Gegenverkehr deutlich besser wahrgenommen. Dass der Gegenverkehr nicht geblendet wird, liegt an der geringen Leistung der Glühlampen. Tagfahrleuchten haben in der Regel 6, 16 oder 21 Watt, eine normale H7-Glühlampe allein 55 Watt. Tagfahrlicht-Leuchtmittel haben eine bis zu 10-fach höhere Lebensdauer als normale Glühlampen. Viele der Tagfahrleuchten sind mittlerweile besonders stromsparende LED-Leuchtmodule.
LED oder Glühlampe
Nach einer Analyse der Bundesanstalt für Straßenwesens, entsteht bei Tagfahrlicht mit Glühlampentechnik ein Mehrverbrauch von 0,052 Litern pro 100 Kilometer (bei TFL mit LED-Technik nur 0,02 Liter). Beim normalen Abblendlicht ist der Mehrverbrauch mit 0,2 Litern etwa viermal so hoch. Aufs Jahr gerechnet, nimmt Tagfahrlicht etwa 0,3 Prozent des gesamten Kraftstoffverbrauchs ein. Bei Dunkelheit hat TFL eine kaum bessere Lichtleistung als Standlicht, es würde wegen der besonderen Lichtstreuung aber den Gegenverkehr blenden. Darum ist der Einsatz von TFL nachts verboten - es schaltet sich aus, sobald das Abblendlicht angeknipst wird.
Tagfahrlicht als Nachrüstlösung
Die Zubehörindustrie liefert neben Universal-Sätzen spezielle Einbau-Sets für Volumen-Modelle wie VW Golf, VW Passa, Ford Fiesta oder Opel Astra. Nachrüstlösungen enthalten dabei zwei Reflektoren mit HPV-Glühlampen à 16 Watt oder zwei entsprechend lichtstarke LED-Module, sowie das Wechselrelais, die komplette Verkabelung und Kleinteile wie Kabelbinder, Schrauben, Anschlussstecker und Tüllen. Die Glühlampen sind nicht austauschbar, die Einheit Reflektor/Lampe ist aber als Ersatzteil einzeln erhältlich.
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