Auf das Kleingedruckte achten

Unfall mit dem Mietwagen

Ein Unfall kann immer und überall passieren. Doch was ist bei einem Unfall mit Mietwagen zu tun – speziell wenn der Unfall im Ausland geschieht?

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Um sich vor bösen Überraschungen nach einem Unfall mit einem Mietwagen abzusichern, heißt es sich frühzeitig für einen solchen Fall vorzubereiten. Viele Mietverträge in Urlaubsländern sind in spanischer, italienischer oder englischer Sprache. Dabei haben die meisten der Urlauber bereits Probleme das umständlich formulierte Kleingedruckte in einem deutschen Mietvertrag zu verstehen.
Schauen Sie sich den Mietvertrag vor der Unterschrift ganz genau an. Verlangen Sie gegebenenfalls eine deutsche Ausfertigung der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und der Mietkonditionen. Besonders wichtig ist, dass im Mietpreis ein kompletter Vollkaskoschutz enthalten ist. Achten Sie darauf, wie hoch die Selbstbeteiligung bei der Vollkaskoversicherung ist. Darf nur derjenige das Fahrzeug fahren, der es gemietet hat, oder dürfen auch Frau oder Kinder den Mietwagen steuern? Kostenfallen gibt es an allen Ecken und Enden.

Unfall im Ausland

Kommt es zum Unfall, ist das Theater meist unvermeidlich. Generell gilt das Schadensersatzrecht des Landes, in dem der Unfall stattgefunden hat. Anders sieht es aus, wenn irgendwo auf dem Erdball zwei Deutsche in einen Unfall verwickelt werden. Hier gibt dann das deutsche Recht den Ton an. Problematisch wird es jedoch dann, wenn der Unfallverursacher einen ausländischen Mietwagen steuert. Denn die Höhe der Schadensersatzansprüche nach deutschem und ausländischem Recht sind oft grundverschieden. Obwohl der Mietwagen generell haftpflichtversichert war, muss der Unfallverursacher einen großen Teil der Entschädigung aus der eigenen Tasche bezahlen. Viele der überregionalen Mietwagenanbieter füllen mittlerweile diese Lücke. Falls der lokale Versicherer den Schaden nicht nach deutschem Recht reguliert hat, springt die Vermietungsfirma selbst in die Bresche. Also nachfragen, ob der Mietwagen entsprechend abgesichert ist.

Versteckte Gebühren

Die meisten Anbieter wollen einen kräftigen Aufschlag dafür, wenn jemand unter 21 Jahren ein Fahrzeug mietet. Andere versteckte Kosten gibt es zum Beispiel bei der Abholung des Fahrzeugs. Steht der Wagen am Flughafen ist oft eine Flughafengebühr fällig. Gleiches gilt, wenn das Fahrzeug an einer anderen Stelle als übernommen, wieder abgegeben wird. Aufpassen sollte man auch bei der Betankung. Normalerweise muss der Urlauber für die erste Tankfüllung üppig bezahlen. Bei der Rückgabe wollen einige Anbieter die Unwissenheit der Urlauber ausnutzen und bestehen (zu Unrecht) darauf, dass der Wagen voll betankt wieder abgegeben wird.

Fahrzeug vorher kontrollieren

Werfen Sie vor der ersten Fahrt einen Blick auf das Innere und Äußere des Fahrzeuges. Sind bereits Beschädigungen am Fahrzeug, so lassen Sie dies unbedingt im Mietvertrag festhalten. Ansonsten schauen Sie bei Rückgabe des Fahrzeugs unter Umständen in die Röhre und müssen für einen Schaden aufkommen, den Sie nicht selbst verursacht haben.