Mechanisch oder elektrisch

Welche Bremsen arbeiten ohne nennenswerten Verschleiß?

Früher gab es bei Autos nur den Unterschied zwischen Trommel- und Scheibenbremse. Heute wird Rekuperation zum Bremsen benutzt.

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Scheiben- und Trommelbremsen nutzen sich je nach Intensität ihrer Nutzung ab und müssen in Intervallen ausgetauscht werden. Bei Scheibenbremsen gilt das bisweilen nicht nur für die Bremsbeläge, sondern auch für die Scheiben selbst, während bei Trommelbremsen oftmals nur die Backen ausgewechselt werden müssen. Anders sieht das bei Karbon- oder Kohlefaserbremsen aus, die seit einigen Jahren vor allem für Sportwagen zu bekommen sind. Dabei sind die Bremsen durch die Verwendung von Kohlefasern oder Karbon so hart, dass es kaum Abrieb gibt.

Teurer und selten

Der geringe Abrieb hat mehrere Vorteile: Zum einen Verschmutzen die Alufelgen nicht so schnell. Zum anderen – und viel bedeutender – sind die Vorteile auf Rennstrecken oder bei sehr sportlichen Fahrten in den Bergen. Hier sorgt die Zusammensetzung der Bremse dafür, dass es kein Fading (Nachlassen der Bremsleistung) gibt und das Pedalgefühl stabil gleichbleibt. Jedoch sind Karbon- oder Kohlefaserbremsen sehr teuer. Die Aufpreise liegen meist zwischen 4000 und 9000 Euro – dafür kann man schon ein paar Mal die normalen Bremsen mit ihrem höheren Verschleiß wechseln.

Elektrobremse

Elektroautos bremsen nicht mehr ausschließlich über ihre mechanischen Bremsen, sondern nutzen die Rekuperation, um Geschwindigkeit abzubauen. Nimmt man den Fuß vom Beschleunigungspedal, wirkt der Motor als Dynamo, der die Batterien lädt und gleichzeitig gegen den Vortrieb arbeitet. Der Bremseffekt kann dabei so stark sein, dass die mechanische Bremse bei Modellen wie BMW i3, Mini Cooper SE oder Nissan Leaf nur noch für Gefahrenbremsungen benötigt wird.
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