Schweißen von hohlraumversiegelten Fahrzeugen

Auf die richtige Temperatur kommt es an

Gerade an Oldtimern muss hin und wieder geschweißt werden. Wenn das Fahrzeug mit Rotschutzmitteln bearbeitet, beziehungsweise hohlraumversiegelt wurde, droht ein Brand.

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Die Mittel zum Versiegeln von Auto-Hohlräumen bestehen meist aus Wachs, Fett oder Lanolin und sind damit leicht brennbar. Bei der Hohlraumversiegelung werden sie im flüssigen Zustand in die betroffenen Teile des Fahrzeugs gespritzt, kriechen in alle Ecken und Winkel, härten aus und verhindern so, dass das Blech mit Wasser und Sauerstoff in Kontakt kommt.

Vorsicht beim Schweißen

Die Temperatur, ab der diese Mittel zu brennen beginnen, liegt jenseits der 300 Grad. Beim Schleifen oder Arbeiten mit dem Trennschleifer werden diese Temperaturen nicht erreicht, wohl aber beim Schweißen. Deswegen müssen die betroffenen Stellen gründlich von der Versiegelungsschicht befreit werden, ehe man mit dem Arbeiten beginnt.

Auch die Umgebungstemperatur ist wichtig

Beim Auftragen des Rostschutzes muss man ebenfalls auf die Umgebungstemperaturen achten. Die optimalen Verarbeitungstemperaturen für Beschichtungsstoffe gegen Rost, Lacke und spezielle Farben liegen in der Regel zwischen plus 18 Grad Celsius bis plus 25 Grad Celsius. Deutlich darunter oder darüber sollte man nicht arbeiten.
Man sollte sich tunlichst an das vorgegebene Temperaturfenster halten, sonst sind die Mittel zu zähflüssig und das Austrocknen dauert deutlich länger. Außerdem werden die einzelnen Schichten zu dick. Das Gegenteil ist logischerweise bei zu hohen Temperaturen der Fall.
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