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Auto ausschlachten: Lohnt sich das?

Wenn das eigene Fahrzeug nicht mehr fahrtüchtig ist, oder sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, steht man vor der Frage: Selbst ausschlachten oder zum Schrotthändler bringen?

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Ehe man sich entscheidet, ein (Unfall-)Fahrzeug in Eigenregie auseinander zu nehmen, um mit den Einzelteilen Geld zu verdienen, muss man sich über einige Sachen im Klaren sein: Ist das nötige Werkzeug vorhanden, um das Fahrzeug zu zerlegen und – noch wichtiger – gibt es genügend Platz, die Teile einzulagern?

Auto ausschlachten: Was passiert mit den Flüssigkeiten?

Zudem sollte man sich informieren, ob überhaupt eine Nachfrage nach den Teilen besteht. Wenn die Teile relativ neu sind und das Fahrzeug zu den gefragten Modellen gehört, bestehen gute Chancen, dass Sie zum Beispiel den Scheibenwischermotor, den Fensterheber, die Benzinpumpe, die Reifen oder auch die Sitze zügig verkaufen können. Eine lange Lagerungszeit hingegen wirkt sich nachteilig auf den den Zustand der Teile und damit auf ihren Preis aus. Hochwertige technische Elemente, wie das Infotainmentsystem inklusive der Lautsprecher, die sich ohne großen Aufwand entfernen lassen, sollten Sie ohnehin sofort ausbauen.
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Beachten Sie außerdem: Viele Betriebsstoffe des Autos sind problematisch und müssen zur fachgerechten Entsorgung beispielsweise zu einem Wertstoffhof gebracht werden. Hier können Kosten entstehen, die Ihren Gewinn schmälern.
Rechnet sich die Arbeit? Wie lange brauchen Sie, um das Auto zu zerlegen und was springt unter dem Strich danach für Sie raus. Angesichts des hohen Aufwands kann der Ertrag am Ende zu dürftig ausfallen.
Zu guter Letzt bleibt noch die Frage, wohin mit dem Rest des Autos? Wenn die Filetstücke bereits entfernt sind, wird sich nur schwer ein Schrottplatz finden, der das Auto unentgeltlich entgegennimmt. Rechnen Sie auch hier mit weiteren Kosten.
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