Weiterfahren oder abstellen?

Durchgefallen beim TÜV

Was passiert, wenn die TÜV Prüfung nicht bestanden wird? Darf man mit dem eigenen Auto noch weiterfahren?

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Wenn ein Auto bei der TÜV Prüfung durchfällt, darf es nur so lange weiter im öffentlichen Verkehr unterwegs sein, bis der TÜV offiziell abgelaufen ist. Ist der auf dem Kennzeichen mit der Plakette und in den Fahrzeugunterlagen (Fahrzeugbescheinigung II) deklarierte TÜV-Termin bereits überschritten, ist das Auto nicht mehr für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen. Wer trotzdem weiterfährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert ein entsprechendes Bußgeld. Es ist jedoch erlaubt, erneut zum TÜV oder der nächstgelegenen Werkstatt fahren, um dort eine weitere TÜV-Prüfung machen zu lassen. Voraussetzung dafür ist ein gültiger Versicherungsschutz, und dass sich TÜV-Niederlassung oder Werkstatt im Zulassungsbezirk des Fahrzeugs befinden. Vor Fahrtantritt sollte man sicherheitshalber die Versicherung informieren, damit es bei einem Unfall keine Probleme mit der Schadensabwicklung gibt.

Termin überzogen

Schwere Strafen sind beim Überziehen des TÜV-Termins zunächst nicht zu befürchten. Wer die TÜV Prüfung bis zu zwei Monate überzieht, muss keine Strafe entrichten. Bei einem Zeitraum von zwei bis zu vier Monaten sind es 15 Euro. Bei bis zu acht Monaten erhöht sich das Bußgeld auf 25 Euro. Unangenehmer wird es, wer die TÜV-Kontrolle acht Monate oder länger nicht absolviert, denn dann gibt es einen Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg und 60 bis 75 Euro Bußgeld.
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