Bei diesen Temperaturen gefrieren Treibstoffe

Gefrierpunkt Benzin und Diesel

Anders als Wasser gefriert Benzin nicht bei null Grad Celsius, sondern erst bei etwa minus 60 Grad. Diesel beginnt schon bei etwa minus 22 Grad auszuflocken.

Datum:
Grundsätzlich bestehen Benzin und Diesel aus Kohlenwasserstoffketten, wobei diese beim Diesel länger sind. Das bedeutet das Otto-Kraftstoff ein Gemenge aus geraden, verzweigten und ringförmigen Kohlenwasserstoffen mit fünf bis neun Kohlenstoff-Atomen ist, während es beim Diesel zehn bis 22 Kohlenstoffatome sind.

Benzin beginnt bei minus 45 Grad auszuflocken

Bei extremer Kälte können Flüssigkeiten gefrieren. Bei Benzin beginnen die ersten Paraffine (wachsartige Kohlenstoffe) bei etwas minus 45 Grad auszuflocken. Das ist dann schon kalt genug, um den Motor zum Erliegen zu bringen. Bei rund minus 60 Grad ist der Treibstoff gefroren.
Deutlich kritischer ist es beim Dieseln, der in seiner Ausgangsform schon bei etwa minus sieben Grad mit dem Ausflocken beginnt. Deswegen mischen die Treibstoffhersteller dem Diesel Additive bei, die diesen Prozess bis zu etwa minus 22 bis minus 25 Grad verzögern. Man spricht dann auch von sogenanntem "Winter-Diesel".

Kein Benzin zum Diesel geben

Früher gab es den Trick, dem Diesel etwas Otto-Treibstoff zuzumischen und so die Standfestigkeit bei Kälte zu verbessern. Von diesem Kniff kann nur abgeraten werden, da es beim Betreiben der hochmodernen Diesel-Triebwerke mit dem wesentlich leichter zu entzündenden Benzin zu schweren Schäden an den Injektoren, Kraftstoffleitungen, der Kraftstoffpumpe und dem Tank kommen kann. Ist der Diesel versulzt beziehungsweise dickflüssiger geworden, hilft nur noch eines: an einem warmen Ort, zum Beispiel in der Garage, auftauen.
Weiterer Link: