Nicht zu großzügig sein

Zu viel Motoröl eingefüllt - die Folgen

Motoröl ist der Schmierstoff, der den Motor zum Laufen bringt. Dass zu wenig Öl im Motor ein Problem ist, wissen viele. Doch kann die Maschine auch Schaden nehmen, wenn zu viel Öl eingefüllt wird?

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Wer Öl in den Motor seines Fahrzeugs nachfüllt, sollte dabei präzise vorgehen und nicht einfach auf gut Glück das Öl nachschütten. Auch wenn jeder weiß, dass zu wenig Öl im Motor sogar recht schnell zu einem kostspieligen Motorschaden werden kann, weiß kaum jemand, dass das Gleiche auch gilt, wenn zu viel Öl eingefüllt wurde. Wenn das Öl auf dem Ölpeilstab schon über dem Maximum liegt, sollte das überschüssige Motoröl ganz dringend abgesaugt oder abgelassen werden. Doch Vorsicht: Der Ölstand ist immer bei betriebswarmen Motor zu kontrollieren!

Öl kann schäumen

Wenn deutlich zu viel Öl eingefüllt wurde, kann es passieren, dass die Kurbelwelle, die sich bei den meisten Fahrzeugen ebenfalls in der Ölwanne befindet, durch das Öl planscht, es dadurch mit Luft vermischt und es so zum Schäumen bringt. Diese Öl-Schaumblasen haben nicht mehr die selbe Schmierwirkung wie das Öl und können, wenn sie in die Ölkanäle gelangen, den unbedingt benötigten Öldruck zum Erliegen bringen. Dann droht ein Motorschaden durch einen sogenannten Kolbenfresser. Daher sollte das Motoröl immer mit Bedacht und nie höher als die Markierung auf dem Peilstab eingebracht werden. Wie viel Motoröl sich im Motor befindet, kann man am Ölmessstab sehen oder bei moderneren Fahrzeugen im Kombiinstrument kontrollieren. Nähere Hinweise, wieviel Motoröl einzufüllen ist, finden sich in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs. Bei vielen Fahrzeugen liegt der Abstand zwischen den beiden Markierungen Minimal und Maximal zwischen einem halben und eineinhalb Liter - aber auch die Angaben sind in der Bedienungsanleitung nachzulesen.