So tunen Sie ihr E-Bike

E-Bike: Geschwindigkeitsbegrenzung aufheben

Wie bei einem Motorrad oder einem Pkw gibt es auch bei einem E-Bike die Möglichkeit, die Geschwindigkeitsbegrenzung aufzuheben oder die Motorleistung zu tunen. Allerdings haben diese Eingriffe Konsequenzen und bergen einige Gefahren.

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Grundsätzlich gilt: Wer bei einem E-Bike die Geschwindigkeitsbegrenzung aufhebt oder den Elektromotor aufpeppt, verliert den Versicherungsschutz und etwaige Garantieansprüche. Außerdem darf so ein verändertes E-Bike nicht mehr im Straßenverkehr bewegt werden. Ob eine Versicherung und eine (teure) TÜV Einzelabnahme möglich ist, erfragen Sie am besten bei einem Fachmann. Ganz sicher brauchen Sie aber einen entsprechenden Führerschein (zum Beispiel A1) und eine Zulassung. Aber selbst auf einem Privatgrundstück ist ein getuntes Elektrofahrrad nicht ganz ungefährlich. Häufig sind die Bremsen und der Rest des Rades nicht für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt, das Unfall- und Verletzungsrisiko ist dadurch sehr hoch.

Dem System eine langsamere Geschwindigkeit vorgaukeln

Eine Möglichkeit, die Geschwindigkeitsbegrenzung eines E-Bikes aufzuheben, stellt ein Dongle dar, der dem System eine halb so hohe Geschwindigkeit, wie die tatsächlich gefahrene, vorgaukelt. Um das zu erreichen, platzieren die Tuner ein Gerät zwischen den Magnetsensor am Laufrad und der Computereinheit, welches die elektrischen Impulse des Magnetsensors verändert. Es ist auch möglich, den Geschwindigkeitssensor mit dem sogenannten Dongle zu verbinden und so Geschwindigkeiten bis zu 70 km/h ermöglichen. Wenn man mit den Fahrrad auf öffentlichen Straßen fahren will, kann man die Geräte einfach abnehmen und das E-Bike so zurückrüsten.

Weitere Möglichkeiten des Tunings

Eine andere Option ist das Umprogrammieren des Systems. Dabei wird ein Gerät zwischen die Konsole und den Akku gepackt, dass die Software verändert. Ist das geschehen, kann die Vorrichtung wieder abgenommen werden. Allerdings brauchen Sie einen Experten, der die Programmierung wieder rückgängig macht.
Andere Tuningsätze greifen in die Mikroelektronik des E-Bikes ein und heben so die Geschwindigkeit auf. Eine weitere Option ist das "Übervolten“ von Motoren, indem Elektrotriebwerken, die für den Betrieb an 36 Volt ausgelegt sind, durch einen 48 Volt Akku mit Strom versorgt werden. Das bringt einen Geschwindigkeitsgewinn von rund einem Drittel, aber auch das Risiko einer Überhitzung des Motors. Die Gefahr des erhöhten Verschleißes ist Teil aller Tuningmaßnahmen, da das E-Bike nicht für diese höheren Geschwindigkeiten ausgelegt ist.