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Fahrradschaltung einstellen - so geht's!

Ohne eine reibungslos funktionierende Schaltung macht auch das beste Fahrrad nur halb so viel Spaß. Deswegen ist es wichtig, das Schaltwerk von Zeit zu Zeit einzustellen.

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Ohne eine völlig intakte Kette ist jedes Feintuning der Schaltung sinnlos. Dass die Glieder einem Verschleiß ausgesetzt sind, erkennt man daran, dass die Zahnräder nicht mehr perfekt in die Kette greifen. Ist das bei Ihrem Fahrrad der Fall, sollten Sie die Kette gründlich überprüfen, gegebenenfalls austauschen und erst dann die Schaltung einstellen.

Erster Schritt: Umwerfer justieren

Beginnen Sie mit dem Umwerfer, der vorne die Kette zwischen den Zahnrädern hin und her bewegt. Am besten schauen Sie von oben senkrecht auf den Umwerfer. Wenn er korrekt platziert ist, steht er beziehungsweise das äußere Leitblech parallel zu den großen Kettenblättern. Außerdem wichtig ist der Abstand zwischen der Unterkante des äußeren Leitblechs und den Zähnen des größten vorderen Kettenblattes: beträgt er mehr als einen bis drei Millimeter, müssen Sie auch da die Fahrradschaltung einstellen.

Zunächst auf das kleinste Kettenblatt schalten

Die Einstellung des Umwerfers nehmen Sie mit der H- und der L-Schraube vor, die sich direkt am Umwerfer befinden. Die L-Schraube definiert hier die untere Begrenzung des Umwerfers. Zunächst schalten Sie auf das kleinste Kettenblatt und das größte Ritzel. Dann positionieren Sie mit Hilfe der L-Schraube das innere Leitblech des Umwerfers so, dass es die Kette knapp nicht berührt. Danach kommt der Abstand des äußeren Leitblechs des Umwerfers an die Reihe. Den regeln Sie mit der H-Schraube. Dazu schalten Sie zunächst auf das größte Kettenblatt und das kleinste Ritzel. Dann justieren Sie den Astand mit der H-Schraube so, dass dieser rund einen Millimeter beträgt. Zu guter Letzt stellen Sie mit Hilfe der Schraube / des Drehrads am Schalthebel die Zugspannung so ein, dass der minimale Abstand des Umwandler-Außenblechs zur Kette erhalten bleibt.

Zweiter Schritt: Das Schaltwerk anpassen

Um die Fahrradschaltung einzustellen, muss auch das hintere Schaltwerk reibungslos funktionieren. Ein auffälliges Symptom, dass das nicht der Fall ist, ist eine rasselnde Kette, die schwer von einem Ritzel zum nächsten springt. Zunächst prüfen Sie, ob das Schaltauge (nicht zu verwechseln mit dem Schaltwerk) gerade sitzt. Der Schaltkäfig sollte genau in einer Linie unter dem kleinsten Ritzel verlaufen.
Die Einstellung nehmen Sie mit den beiden Begrenzungsschrauben vor. Mit der oberen justieren Sie den Schaltkäfig in Relation zum kleinsten Ritzel. Die Einstellung ist ideal, wenn sich die obere Schaltrolle des Käfigs in gerader Linie unterhalb des kleinsten Zahnrads befindet. Jetzt geht es an den zweiten Teil, der Einstellung des Schaltwerks. Dazu schalten Sie auf das größte hintere Zahnrad und wiederholen den Vorgang mit der unteren Schraube. Entscheidend ist, dass sich nach der Einstellung die Leitrolle des Schaltwerks direkt unter dem großen Ritzel befindet.

Zu guter Letzt kommen die Feinjustierungen

Zunächst stellen Sie mit der B-Schraube (befindet sich meistens neben den beiden anderen Schrauben) den Abstand der Leitrolle zum größten Ritzel auf fünf bis sechs Millimeter ein. Zum Schluss regulieren Sie noch die Zugspannung mit der Drehschraube am Schalthebel. Dafür schalten Sie auf das kleinste Ritzel. Als Faustregel gilt: Die Kette sollte geschmeidig auf das benachbarte Zahnrad klettern. Wenn die Kette zu sehr rattert, sollten Sie die Spannung verringern.

Bei den Nabenschaltungen ist es einfacher

Wenn es sich bei der Gangschaltung um eine Nabenschaltung handelt, ist die Vorgehensweise einfacher als bei der Kettenschaltung. Bei der Dreigang-Nabenschaltung wählen Sie zunächst den höchsten, also dritten Gang und treten solange, bis die Gangstufe eingelegt ist. Am Hinterrad befindet sich die Fixierhülse samt Schaltkettchen. Um die Fahrradschaltung einzustellen, schieben Sie die Fixierhülse so weit auf das Zugkettchen, bis der Schaltzug straff gespannt ist. Jetzt sollte das Schalten wieder flutschen. Kontrollieren Sie Funktionstüchtigkeit der Schaltung, indem Sie die einzelnen Gänge durchschalten.

Anders bei Siebengangschaltung

Bei den meisten Nabenschaltungen mit vier oder sieben Stufen erfolgt die Einstellung im vierten Gang. Meistens befinden sich an der Nabe zwei Markierungen, die mit der Einstellschraube exakt in Übereinstimmung gebracht werden müssen. Wenn das der Fall ist, sollten die Gänge wieder problemlos gewechselt werden können. Manchmal befindet sich die Einstellschraube auch am Schaltgriff.