Neues Outfit für den Drahtesel

Fahrradrahmen richtig lackieren

Wenn das eigene Fahrrad schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, gehen die regelmäßigen Radtouren ebenso wenig spurlos an dem Rahmen vorbei wie an Schaltung und Rädern. Wer seinen Fahrradrahmen aufhübschen will, hat aber ein paar Dinge zu beachten.

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Zunächst sollte man sich im Klaren darüber sein, ob sich das Lackieren, beziehungsweise der Aufwand des Lackierens des Fahrradrahmens auch wirklich lohnt. Einzelne Rahmen gibt es bei Fahrradhändlern mitunter vergleichsweise günstig und wer im Ausverkauf unterwegs ist, kann in die Versuchung kommen, gleich ein komplett neues Fahrrad zu erwerben. Eine professionelle Aufbereitung des Rahmens lohnt sich deshalb meist nur bei sehr teuren Rädern. Dann sollte man sich aber auch die Frage stellen, ob nur lackiert werden soll, oder ob sogar eine Pulverbeschichtung oder eine Eloxierung in Frage kommt. Nimmt man das Umlackieren des Fahrradrahmens selbst in die Hand, wird es natürlich wesentlich günstiger.

Sauberes Entlacken

Zunächst sollte man den Fahrradrahmen mit einem Schleifer von Farbe und etwaigen Beklebungen befreien. Für eine normale Lackierung reicht mitunter das Anschleifen der Lackierung, während für eine Eloxierung oder Pulverbeschichtung eine komplette Tiefenentlackung nötig ist. Da das Entfernen des alten Lacks an dem Fahrradrahmen gerade an den Gabeln oder unter dem Sattel sehr aufwendig und kleinteilig ist, kann man zum Beispiel zu Beize greifen (Sicherheitshinweise beachten!) oder besser den Rahmen professionell in einem Metall- oder Lackierbetrieb entlacken zu lassen, was kaum mehr als 50 Euro kosten dürfte. Vorsicht sollte man beim Sandstrahlen walten lassen, denn diese rustikale Lackentfernung kann unter Umständen nicht nur den Lack, sondern auch Schweißverbindungen oder den Rahmen angreifen und stark beschädigen. Unter Umständen kann der Rahmen danach nicht mehr benutzt werden.

Pulverbeschichtung

Ist der Rahmen von allen Farbresten bereit, kann der neue Lack aufgetragen werden. Am einfachsten ist die Verwendung von nassem Lack, der zumeist ohne Grundierung im Sprühverfahren in mehreren Schichten aufgebracht wird - aber auch hier sind die Verarbeitungshinweise des Herstellers zu beachten. Nachdem die Farbe in dem staubfreien Lackierraum getrocknet ist, muss dann nur noch der klare Decklack aufgesprüht werden. Auf Wunsch kann man sowohl für Fahrradrahmen aus Aluminium als auch aus Stahl eine Pulverbeschichtung wählen, was man von einem professionellen Betrieb durchführen lassen sollte, um Verunreinigungen am Lack zu vermeiden. Geschweißte Fahrradrahmen aus Aluminium können zudem eloxiert werden. Dabei wird die Metalloberfläche in einem Säurebad behandelt und danach eingefärbt.