So findet man die Größe des Fahrradreifens

Rennrad Reifengröße

Um beim Wechsel des Rennradreifens keinen Fehler zu begehen, sollte man die richtige Größe kennen. Die lässt sich beim Fahrradreifen genauso einfach ermitteln, wie bei einem Auto-Pneu. Doch gerade Rennradreifen haben ihre eigene Bezeichnungen.

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Um die Größe von Fahrradreifen zu bestimmen, muss man wissen, nach welcher Methode der Pneu vermessen wurde. Zunehmend setzt sich die Europäische Reifen- und Felgennorm ETRTO (European Tire and Rim Technical Organization) durch. Ein entsprechender Zifferncode 39-624 gibt zum Beispiel die Breite (39 Millimeter) und den Innendurchmesser des Reifens (in diesem Fall: 624 Millimeter) an. Diesen Code findet man, wie beim Autoreifen, auf der Flanke des Fahrradreifens.

Zollangaben immer noch weit verbreitet

Allerdings werden bei vielen Rennrädern, vor allem wenn der Hersteller in den USA beheimatet ist, nach wie vor Zollangaben verwendet. Das Problem besteht darin, dass diese Angaben nicht immer eindeutig sind, was die tatsächliche Größe des Reifens angeht. So kann ein 27-Zoll-Reifen einen Durchmesser von 630 Millimetern haben und damit größer sein als 28-Zoll-Reifen, der einen Durchmesser von 622 Millimeter haben kann.

Seltener: französische Norm

Eine dritte Größenangabe folgt der französischen Norm, die man insbesondere bei europäischen Rennrädern antrifft. Bei dieser Klassifizierung ist der Zahlencode auf den schmalen Pneus etwas komplizierter. Eine Größenangabe 722 x 37C gibt den ungefähren Außendurchmesser (722 Millimeter) und die Reifenbreite (37 Millimeter) an. Der Buchstabe am Ende definiert dann den Innendurchmesser des Pneus, in diesem Fall steht "C" für 622 Millimeter. Die französische Norm ist, von Ausnahmen abgesehen, nur für Rennräder gültig. Bei den ebenfalls sportlichen Cross- oder Mountainbikes gilt diese nicht.