Da sollten Profis ran

Rennrad-Umwerfer einstellen

Die Gangschaltung ist ein zentrales Bauteil jedes Rennrades. Besonders dem Umwerfer kommt eine zentrale Bedeutung zu, weshalb er regelmäßig eingestellt werden muss.

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Die Kette ist gerade bei einem Rennrad besonderem Verschleiß ausgesetzt und passt irgendwann nicht mehr perfekt auf Zahnkränze und Ritzel. Wenn das der Fall ist, sollten Sie über einen Austausch nachdenken, bevor Sie die Schaltung Ihres Rennrades einstellen. Idealerweise steht der Umwerfer beziehungsweise das äußere Leitblech parallel zu den großen Kettenblättern. Das können Sie am besten überprüfen, indem Sie direkt von oben auf den Umwerfer schauen. Der zweite Blick kontrolliert den Abstand zwischen der Unterkante des äußeren Leitblechs und den Zähnen des größten vorderen Kettenblattes: Dieser sollte nicht mehr als einen bis drei Millimeter betragen. Um den Umwerfer einzustellen, helfen Ihnen die H- und die L-Schraube, die sich direkt am Umwandler befinden. Bei aktuellen Modellen der Shimano-Schaltung gibt es noch einen Modus-Wandler, der an der Unterseite des Schalthebels angebracht ist. Der sollte auf zwei- oder dreifach eingestellt sein.

Unteren Abstand definieren

Jetzt schalten Sie auf das das kleinste Kettenblatt und das größte Ritzel. Dann positionieren Sie mit Hilfe der L-Schraube das innere Leitblech des Umwerfers so, dass es die Kette knapp nicht berührt. Danach kommt der Abstand des äußeren Leitblechs des Umwerfers an die Reihe. Dazu schalten Sie zunächst auf das größte Kettenblatt und das kleinste Ritzel. Dann justieren den Abstand mit der H-Schraube so, dass dieser rund einen Millimeter beträgt. Zuletzt stellen Sie mit Hilfe der Schraube/des Drehrads am Schalthebel die Zugspannung so ein, dass der minimale Abstand des Außenblechs des Umwandlers zur Kette erhalten bleibt.

Schaltwerk optimal einstellen

Jetzt kommt das Schaltwerk der Schaltung dran. Wenn die Kette rasselt und nur noch schwer von einem Ritzel zum nächsten springt, dann sollten Sie dieses justieren. Als erstes überprüfen Sie, ob das Schaltauge gerade sitzt. Der Schaltkäfig sollte genau in einer Linie unter dem kleinsten Ritzel verlaufen. Mit der oberen Begrenzungsschraube stellen Sie den Schaltkäfig in Relation zum kleinsten Ritzel ein. Die Einstellung ist perfekt, wenn die obere Schaltrolle des Käfigs in gerader Linie unterhalb des kleinsten Zahnrads ist. Jetzt schalten Sie auf das größte Ritzel und wiederholen den Vorgang mit der unteren Schraube. Diesmal muss sich die Leitrolle des Schaltwerks direkt unter dem großen Ritzel befinden.

Weitere Einstellungen

Mit der B-Schraube (befindet sich meist neben den beiden anderen Schrauben) stellen Sie den Abstand der Leitrolle zum größten Ritzel ein. Idealerweise sollte dieser fünf bis sechs Millimeter betragen. Jetzt passen Sie noch die Zugspannung mit der Drehschraube am Schalthebel an. Dafür schalten Sie auf das kleinste Ritzel. Als Faustregel gilt: Die Kette sollte geschmeidig auf das benachbarte Zahnrad klettern – wenn die Kette zu sehr rattert, sollten Sie die Spannung verringern.
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