Wartung einer Suntour-Federgabel

Suntour-Federgabel zerlegen: So geht’s

Ungeachtet der vom Hersteller vorgegebenen Wartungsintervalle sollte man eine Federgabel sofort zerlegen und reinigen, wenn Wasser und Dreck eingedrungen ist, da vor allem das Wasser die Dämpfungseigenschaften der Sountour Federgabel negativ beeinflusst.

Datum:
Eine Suntour-Federgabel, die weder Öldruck- noch Luftdruckgabel ist, dichtet nicht zu hundert Prozent ab. Deswegen kann immer wieder Wasser in das Innere des Castings beziehungsweise der Dämpfung eindringen. Das bedeutet aber auch, dass man diesen Federgabel-Typ öfters zerlegen sollte, um die Einzelteile zu warten, zu reinigen und wieder in Schuss zu bringen.

Casting gründlich reinigen

Am unteren Ende der Suntour-Federgabel befinden sich zwei Inbusschrauben, die man zunächst löst, um das Casting von der Gabel zu ziehen. Die beiden Inbusschrauben sind mit Unterlegscheiben versehen, die man nicht verlieren sollte. Das Casting reinigt man, indem man die Staubdichtungen mit einem passenden Maulschlüssel heraushebelt. Um die Buchse zu reinigen, muss man sie aus dem Casting entfernen, zumal sich in dem Zwischenraum zwischen Buchse und Casting Dreck ansammelt.

Buchse vorsichtig herausziehen

Wichtig bei der Demontage ist, dass man die offene Seite der Buchse mit dem Schraubendreher so lange dreht, bis sie auf die Nase, die sich auf der gegenüberliegenden Seite befindet, trifft. Dann kann man die Buchse herausziehen. Danach werden das Casting und die Buchse mit Bremsenreiniger oder einem anderen geeigneten Mittel innen sowie außen gründlich gesäubert und danach eingefettet. Dabei wird die Buchse auf Schäden überprüft und vor allem sichergestellt, dass die kleine Nase nicht abgebrochen ist. Wenn das der Fall ist, muss eine neue Buchse her. Ohne diese Nase kann die Führungsbuchse beim Federn nach oben rauspringen. Danach schiebt man die Buchse in Fahrtrichtung zeigend wieder in das Casting, bis die kleine Nase einrastet.

Gut einfetten

Danach werden auch die Staubdichtungen eingefettet, damit sie nicht porös werden, und wieder in das Casting gesetzt. Um das Innenleben der Gabel zu zerlegen, benötigt man ein Spezialwerkzeug, das von den verwendeten Standrohren abhängt. Wer dieses nicht zur Hand hat, kann mit einer Sprengringzange vorsichtig agieren. Die setzt man an den vorgesehenen Aussparungen an, drückt diese zusammen und schon kann man die Kappe rausdrehen. Dabei sollte die Gabel gut fixiert sein.
Danach wird die Kappe abgezogen und man kann die Feder einfach herausfallen lassen. Danach drückt man den Federschaft einfach raus. Um die Buchse, die sich in dem Standrohr befindet, herauszudrücken, nimmt man eine lange dünne Stange, setzt die quer in dem Standrohr an und schiebt die Buchse an dem anderen Ende heraus.

Beim Zusammenbau behutsam vorgehen

Danach werden die Einzelteile wieder sorgfältig gereinigt und eingefettet. Die Buchse wird mithilfe der kleinen Kappe, die man unten abgenommen hat, wieder in das Standrohr gedrückt. Der Federschaft wird ebenfalls auseinander gezogen, die Einzelteile gereinigt und gefettet, ehe man den Federschaft wieder zusammenbaut. Das Gleiche macht man mit der Feder, die man zerlegt, säubert, einfettet und wieder zusammenbaut. Dann werden Schaft und Feder wieder eingesetzt, die Kappe wieder festgeschraubt und die Buchse wieder aufgesetzt. Die Kartusche wird mit der Sprengringzange gelöst und herausgeschraubt. Danach zieht man alles heraus, reinigt es, ehe man die Kartusche einsetzt und wieder mit der Sprengringzange festschraubt.
Im letzten Schritt wird das Casting wieder über die Feder-Dämpfereinheit geschoben und dabei die Buchse, die sich am Ende des Castings befindet, mit einem Schraubendreher in die richtige Position geschoben. Mit den Inbusschrauben wird die Kartusche fixiert und festgeschraubt. Am besten hält man dazu die Gabel auf Druck und zieht die Schraube fest.
Weiterer Link: