So findet man den richtigen Sag-Wert

Rock Shox-Federgabel einstellen: So geht’s

Mit dem perfekten Luftdruck für eine Rock Shox-Federgabel kann man das Fahrverhalten eines Mountainbikes anpassen. Mit einem Helfer ist diese Prozedur schnell erledigt.

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Entscheidend für den Federweg einer Rock Shox-Federgabel ist der Sag-Wert, der immer prozentual zum Gesamtfederweg angegeben wird. Um diese Einstellung optimal hinzubekommen, sollte man die entsprechenden Arbeiten immer zu zweit durchführen. Zunächst öffnet man die Dämpfer der Federgabel vollständig, indem man die kleinen Drehteller am oberen Ende der Gabel gegen den Uhrzeigersinn vollständig aufdreht.

Den richtigen Luftdruck ermitteln

Wichtig für die Einstellung ist auch das Gewicht des Fahrers in voller Montur. Aufgrund dieses Gewichts kann man den richtigen Luftdruck der Federgabel bestimmen. Die entsprechenden Werte findet man im Internet bei Rock Shox, in der Trail Head App oder in einer Tabelle an der Rückseite des Gabelbeins.
Ist der Wert ermittelt, pumpt man die Feder mit Hilfe der Rock Shox-Dämpferpumpe bis zum empfohlenen Wert auf. Nachdem man die Pumpe entfernt hat, lässt man die Federgabel mindestens fünfmal einfedern, Dabei sollte die Gabel mindestens 50 Prozent des Federwegs zurücklegen, damit der positive und negative Luftdruck durch das ein- und ausfedern ausgeglichen wird.

Feinjustierung der Rock Shox-Federgabel

Danach stellt man erneut den empfohlenen Luftdruck mithilfe der Pumpe wieder her. Jetzt klemmt sich der Helfer das Vorderrad zwischen die Beine und stabilisiert so das Bike. Der Fahrer stellt sich auf die Pedale und lässt das Gabelbein mit seinem Gewicht dreimal einfedern, ehe man in die normale Fahrposition geht.
Nun schiebt der Helfer den O-Ring (meistens rot) gegen die Abstreiferdichtung, ehe man so vorsichtig absteigt, dass die Gabel nicht einfedert. Das ist wichtig, damit die korrekte O-Ring-Position angezeigt wird. Diesen Wert notiert man sich. Wenn kein O-Ring und keine Drucklufttabelle vorhanden sind, wird man auch hier im Internet fündig.

Unterschiedliche Sag-Werte

Man kann diesen sogenannten Sag-Wert je nach Streckenprofil variieren. Ein höherer Sag-Wert verbessert die Federung bei einer Strecke mit vielen Unebenheiten. Ein geringerer Sag-Wert (in der Regel 20 bis 30 Prozent) wird vor allem bei Fahrrädern mit einem kürzeren Federweg benutzt.
Um einen niedrigeren Sag-Wert zu erreichen, erhöht man den Luftdruck mithilfe der Dämpferpumpe, ein geringerer Luftdruck erhöht die Einfederneigung und damit den Sag-Wert. Man sollte dieses Verfahren so lange wiederholen, bis der gewünschte Sag-Wert erreicht ist. Dabei spielen natürlich die Erfahrung und die Präferenzen des Fahrers eine wichtige Rolle.
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