So kommt der Lappen zurück

8 Punkte in Flensburg

8 Punkte in Flensburg – für viele eine Schreckensnachricht. Wenn man seinen Führerschein abgeben muss, wird zwischen Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis unterschieden.

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Handelt es sich um ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten, bekommt man seinen Führerschein automatisch wieder. Wird man aber beispielsweise unter Drogeneinfluss am Steuer erwischt, wird die Fahrerlaubnis offiziell entzogen. Hat ein Gericht zudem eine Sperrfrist verhängt, muss der Führerschein bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde neu beantragt werden.
Wird man zum ersten Mal mit Alkohol aber weniger als 1,6 Promille am Steuer erwischt, bekommt man seinen Führerschein auch ohne die MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) zurück. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig mit einem Urteil vom 6. April 2017 verfügt. Allerdings nur dann, wenn nicht davon auszugehen ist, dass auch in Zukunft ein Alkoholmissbrauch stattfindet. Bei einer Drogenfahrt oder beispielsweise als Alkohol-Wiederholungstäter, führt kein Weg an der MPU vorbei.

Aktiv sein, hilft

Es ergibt auf alle Fälle Sinn, sich auch während der Sperrfrist mit der Fahrerlaubnisbehörde in Verbindung zu setzen und nachzufragen, welche Maßnahmen man ergreifen kann, um die Chancen auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis zu erhöhen. Dazu kann zum Beispiel die freiwillige Teilnahme an einem Abstinenzprogramm zählen.
Diese Unterlagen werden bei der Wiederbeantragung des Führerscheins benötigt:
• aktuelles biometrisches Passbild
• Personalausweis oder Reisepass (gegebenenfalls mit Meldebestätigung)
• Nachweis über eine Schulung in Erster Hilfe
• Sehtestbescheinigung einer amtlich anerkannten Sehteststelle, die nicht älter als zwei Jahre sein darf.
Geht die Fahrerlaubnisbehörde davon aus, dass der Betroffene nicht mehr die erforderlichen Kenntnisse für eine Fahrerlaubnis besitzt, muss die Führerscheinprüfung ablegt werden.
Gericht kann Sperrfrist verkürzen
Die gute Nachricht: Das Gericht kann auf Antrag frühestens nach drei Monaten die angeordnete Sperrfrist für die Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis nachträglich verkürzen. Allerdings muss es einen profunden Grund zu der Annahme geben, dass man wieder in der Lage ist, ein Kraftfahrzeug zu führen.
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