Das ist ein B-Verstoß

Fahrerflucht während der Probezeit

Wer einen Unfall verursacht und daraufhin weiterfährt, begeht nach § 142 Absatz 1 des Strafgesetzbuches eine Fahrer- oder Unfallflucht. Das gilt auch für Fahranfänger, die sich noch in der Probezeit befinden.

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Es ist unerheblich, ob es sich bei dem Schaden um einen Kratzer in der Stoßstange oder einen größeren Blechschaden handelt, bei dem sogar Personen betroffen sind: Wer einen Unfall verursacht, muss warten, bis die Polizei eintrifft. Bei einem Parkrempler ist der Fahrer des anderen Fahrzeugs in der Regel nicht anwesend, dennoch muss man eine angemessene Zeit am Ort des Geschehens verbringen. In der Regel reichen 20 bis 60 Minuten. Danach muss die Polizei informiert werden. Eine Telefonnummer hinter den Scheibenwischer zu klemmen, reicht nicht, um einer Strafe zu entgehen. Achtung: Beschädigungen hinter Verkleidungen oder an Prallkörpern sind oft selbst bei genauerem Hinsehen nicht auf Anhieb erkennbar.

Vorsicht bei A-Verstößen

Der Führerschein ist für Fahranfänger dann in Gefahr, wenn Sie während der Probezeit zwei A-Verstöße (Fahren unter Alkoholeinfluss oder Unfallflucht) oder vier B-Verstöße (Falschparken, Telefonieren am Steuer oder Fahren mit abgefahrenen Reifen) begehen. Wer als Fahranfänger während der Probezeit Fahrerflucht begeht, dem droht nicht nur eine Verlängerung der Probezeit oder der Einzug der Fahrerlaubnis, sondern sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.Je nach Höhe des Schadens sind auch Punkte in Flensburg und/oder ein Bußgeld zu erwarten. In der Vergangenheit haben Gerichte wie folgt geurteilt:
• Bei einem Schaden bis etwa 600 Euro wird das Verfahren häufig gegen eine Geldauflage eingestellt oder es gibt nur eine geringe Geldstrafe.
• Liegt der Schaden bei rund 1300 Euro, ist in der Regel eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen (entsprechen einem Monatsgehalt) fällig. Obendrein gibt es noch zwei Punkte im Flensburger Zentralregister sowie ein Fahrverbot, das bis zu drei Monate dauern kann.
• Noch höhere Schäden stuft das Gericht oftmals als bedeutend ein. Der Schuldige verliert die Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate. Das Punktekonto in Flensburg wird mit drei Punkten belastet, und ein Bußgeld wird zusätzlich verhängt. Das richtet sich auch nach der Schwere des Unfalls.
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