Sonderregelung

Führerschein mit 17: alleine fahren

Der Führerschein mit 17 sieht vor, dass der Fahranfänger nur in Begleitung einer "geeigneten Person" einen Pkw führen darf. Doch man braucht nicht immer eine Begleitung. Alle Infos zur Sonderregelung!

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Der Führerschein mit 17 sieht vor, dass der Fahranfänger nur in Begleitung einer "geeigneten Person" einen Pkw führen darf. Jedoch kann in besonderen Fällen die zuständige Behörde eine Ausnahmegenehmigung erteilen, die es den jungen Erwachsenen erlaubt, festgelegte Fahrten alleine durchzuführen. Voraussetzung für eine solche Ausnahmegenehmigung ist das Vorliegen einer besonderen persönlichen Härte. Darunter fallen zum Beispiel Fahrten zur Ausbildungsstelle.

Hohe Hürden für Solofahrten mit 17

Allerdings sind an diese Sonderregelung hohe Hürden geknüpft. Zum Beispiel muss nachgewiesen werden, dass der Jugendliche aufgrund seiner persönlichen Situation keine zumutbare Alternative hat, sein Ziel zu erreichen. Um die eigenständige Fahrerlaubnis zu erhalten, verlangt die Behörde zudem oft eine medizinisch-psychologische Untersuchung, die die Eignung des jungen Autofahrers belegen soll.

Bei der Ausnahmegenehmigung auch die Versicherung informieren

Auch wenn die Ausnahmegenehmigung erteilt wurde, muss noch mit der Versicherung des Autos abgeklärt werden, ob sie das Fahrzeug auch dann versichert, wenn ein 17-Jähriger am Steuer sitzt.
Folgende Unterlagen sind bei der Antragsstellung zur Sondergenehmigung vorzulegen:
- Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten
- Antrag mit ausführlicher Begründung
Wenn zum Beispiel die Regelung für die Fahrten zu Ausbildungsstelle gewünscht wird, gehören diese Dokumente ergänzend dazu:
- eine Bescheinigung der Berufsschule beziehungsweise des Arbeitgebers über die genauen Ausbildungszeiten
- eine Kopie des Ausbildungsvertrages
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