Kein Sprit am Lenker

Alkoholisiert Fahrrad fahren

Beinahe jeder trinkt gerne mal ein Bier oder ein Glas Wein. Doch wer meint, dass er alkoholisiert Fahrrad fahren darf, irrt. Auch hierfür gibt es eine Promillegrenze.

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Man kann seinen Führerschein durch überschreiten der Promillegrenze nicht nur am Steuer seines Autos oder am Lenker seines Motorrades verlieren. Auch wer alkoholisiert mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann bestraft werden. Unter Umständen droht sogar der Verlust des Führerscheins. Die Alkoholgrenze auf dem Fahrrad liegt bei 0,3 Promille. Wer diesen Wert überschreitet, ist juristisch betrachtet relativ fahruntüchtig. Wer mit 0,3 Promille erwischt wird und bereits auffällig wirkt, kann zusätzlich härter bestraft werden.

Führerschein in Gefahr

Die Grenze für eine absolute Fahruntüchtigkeit liegt bei 1,6 Promille. Bei diesem Wert gehen die Gerichte davon aus, dass man sich mit seinem Fahrrad nicht mehr sicher im Verkehr bewegen kann. Die Fahrt wird daher als Straftat eingestuft. Wer derart alkoholisiert mit dem Fahrrad unterwegs, muss sich zudem um seinen Führerschein für Auto oder Motorrad sorgen, denn in diesem Fall können die Gerichte den Betrunkenen die generelle Eignung aberkennen, ein Fahrzeug im öffentlichen Verkehr zu bewegen.

Wie wird der Alkohol abgebaut?

Eine Faustregel besagt, dass man 0,2 Promille pro Stunde abbauen kann. Jedoch ist das ein sehr optimistischer Wert: Alter, Gewicht und Größe spielen eine wichtige Rolle, wie viel man verträgt. Frauen bauen im gleichen Zeitraum zum Beispiel weniger Alkohol ab als Männer. Laut dem Promillerechner der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat ein 22-jähriger, 80 Kilogramm schwerer und 1,85 Meter großer Mann nach 0,5 Litern Bier bereits einen Promillewert von 0,27. Falls er vorher keinerlei Alkohol zu sich genommen hat.

Niemals Fahren unter Alkohol

Der Gesetzgeber geht aus gutem Grund rigoros gegen Alkohol am Steuer vor. Denn die Auswirkungen sind am Steuer erheblich. Bei einem Wert von 0,5 Promille verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit, in einen Unfall verwickelt zu werden. Bei 0,8 Promille ist sie sogar schon viermal so hoch wie bei nüchternen Verkehrsteilnehmern.
• Alkohol hat eine enthemmende Wirkung. Der Fahrer agiert deutlich risikobereiter
• die Motorik ist zunehmend eingeschränkt
• die Reaktionszeit nimmt deutlich zu
Auch das Sehvermögen ist unter Alkoholeinfluss betroffen:
• Da sich die Pupillen bei Lichteinfall (Gegenverkehr nachts) nicht schnell genug verengen können, ist man deutlich schneller geblendet, als wenn man nüchtern ist.
• Außerdem bekommt man einen sogenannten Tunnelblick und kann Objekte aus dem Augenwinkel nur noch schwerlich wahrnehmen
• Entfernungen können nicht mehr richtig eingeschätzt werden.
• Die Sehschärfe lässt ebenfalls nach, und das Umschalten von nah auf fern (und umgekehrt) dauert deutlich länger.
• Das Farbsehen der Augen lässt nach, also werden aufleuchtende Bremsleuchten nicht mehr als warnend empfunden.
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