Ohne Plakette ja – ohne Kennzeichen nein.

Auto überführen ohne Kennzeichen

Wer ein Auto überführen will, kann dies nur mit einem gültigen Kennzeichen tun. Ausnahmen gibt es keine.

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Weder nach dem Kennzeichen-Klau vom Parkplatz nach Hause, noch mit dem abgemeldeten Fahrzeug mal eben in die Werkstatt: Es ist grundsätzlich nicht erlaubt, ohne Kennzeichen zu fahren. So ist es ebenfalls nicht möglich, ein Auto ohne Kennzeichen zu überführen. Die Fahrzeugzulassungsverordnung regelt in §10 genau, wie Kennzeichen auszusehen haben, wie sie angebracht sein müssen und welche Ausnahmen es gibt.

Demnach:

• müssen Kennzeichen klar erkennbar sein
• dürfen Kennzeichen nicht spiegeln, verdeckt oder verschmutzt sein; sie dürfen nicht zusätzlich mit Glas, Folien oder ähnlichen Abdeckungen versehen sein.
Selbst wer nur mal eben zur Zulassungsstelle will, um das Auto anzumelden, braucht dafür ein Kennzeichen. Das allerdings muss noch nicht gestempelt sein, man braucht aber die Zustimmung der Zulassungsstelle und der Versicherung. Am besten geeignet ist ein gelbes Kurzzeitkennzeichen, das maximal fünf Tage gültig ist und um die 40 Euro für das Schilderpaar und die Verwaltungsgebühr kostet.

Überführungskennzeichen

Wird man im öffentlichen Straßenverkehr ohne Kennzeichen erwischt, wird es schnell teurer: Das Bußgeld beträgt 60 Euro. Wird man mehrfach erwischt, drohen sogar Punkte in Flensburg. Allerdings: Sollte man glaubhaft erklären können, dass das Kennzeichen eben erst abgefallen oder geklaut worden ist, können Polizisten innerhalb ihres Ermessensspielraums von einer Strafe absehen. Wurde das Nummernschild tatsächlich gestohlen, muss das umgehend der Polizei und der Versicherung gemeldet werden. Anschließend erhält man dann von der Zulassungsstelle ein neues Kennzeichen mit anderer Nummer, die alten Schilder werden gleichzeitig abgemeldet.
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