Das wird teuer!

Beleidigung im Straßenverkehr

Jeder kennt die Situation: Ein anderer Verkehrsteilnehmer verhält sich rücksichtslos und Sie möchten deutlich zeigen, was Sie von der Aktion halten. Tun Sie es nicht, denn das wird teuer!

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Beleidigung im Straßenverkehr
Aggressive Gesten wie "einen Vogel" oder den berühmten Mittelfinger zeigen, können hinterm Steuer sehr teuer werden. Beleidigungen im Straßenverkehr stellen eine Straftat dar, für die eine Geld- oder im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe droht. Letzteres vor allem dann, wenn man zusätzlich handgreiflich geworden ist.

Auch Fahrverbote drohen

Normalerweise belegen Gerichte solche Vergehen mit Strafen von zehn bis 30 Tagessätzen. Die Höhe der Strafe für eine Beleidigung variiert, Tatumstände und Tonfall spielen dabei eine wichtige Rolle. Wer besonders aggressiv auftritt, muss mit einer höheren Strafe rechnen. Auch Fahrverbote können als Folge von Beleidigungen verhängt werden.

Beamtenbeleidigung wird besonders teuer

Ein Tagessatz berechnet sich üblicherweise, indem man das monatliche Netto-Einkommen durch 30 teilt. Das Strafmaß liegt im Ermessen des Gerichts, so dass die Strafsätze durchaus unterschiedlich ausfallen. Der gern genommene "Vogel" schlägt mit mindestens 750 Euro zu Buche, bei einer rausgestreckten Zunge kommen Sie bestenfalls mit 150 Euro davon. Deutlich teurer wird es, wenn Sie einen Polizisten beleidigen. Dann kann sich der Preis für die rausgestreckte Zunge schon verdoppeln und der ausgestreckte Mittelfinger gar 4000 Euro kosten. Deswegen sollte man sich gut überlegen, ob man seinem Unmut verbal oder per Geste freien Lauf lässt. Einmal tief durchatmen schont die Nerven und den Geldbeutel.
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