Das passiert nach einer Fahrerflucht

Fahrerflucht bei Sachschaden

Wer einen Unfall verursacht und einfach weiterfährt, begeht immer eine Unfallflucht. Dabei ist es unerheblich, wie umfangreich der Schaden ist. Alle Infos!

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Nach einem Unfall wird es besonders teuer, wenn sich ein Unfallbeteiligter von einem Unfallort entfernt, bevor er laut § 142 des Strafgesetzbuches "1. zugunsten der anderen Unfallbeteiligten und der Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeugs und der Art seiner Beteiligung durch seine Anwesenheit und durch die Angabe, dass er an dem Unfall beteiligt ist, ermöglicht hat oder 2. eine nach den Umständen angemessene Zeit gewartet hat, ohne dass jemand bereit war, die Feststellungen zu treffen." Doch damit nicht genug: "Nach Absatz 1 wird auch ein Unfallbeteiligter bestraft, der sich 1. nach Ablauf der Wartefrist (Absatz 1 Nr. 2) oder 2. berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entfernt hat und die Feststellungen nicht unverzüglich nachträglich ermöglicht." In diesem Fall werden in den meisten Fällen drei Punkte und eine empfindliche Geldstrafe verhängt. Ein Zettel an der Windschutzscheibe reicht entgegen einiger gutgemeinter Freundesempfehlungen definitiv nicht aus.

Fahrerflucht bei Sachschaden: Diese Strafen drohen

  • Liegt der Schaden unter 600 Euro, ist es zumeist mit einer Geldstrafe getan.
  • Liegt der Schaden bei unter 1300 Euro, so hängt die genaue Strafe vom Monatsgehalt des Unfallflüchtigen ab. Zusätzlich gibt es zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten.
  • Ist der verursachte Schaden höher als 1300 Euro, drohen eine Geldstrafe von mehr als einem Monatsgehalt, drei Punkte in Flensburg und der Einzug des Führerscheins. Zudem wird der Fahrerflüchtige mit einer Sperre von sechs Monaten belegt, in der er keine neue Fahrerlaubnis beantragen darf.
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