Toleranzabzug bei Tempoverstoß

Geblitzt: Toleranz wird abgezogen

Von der Geschwindigkeit, mit der man geblitzt wurde, wird im Nachgang eine Toleranz abgezogen. Wie hoch die ausfällt, ist von der gefahrenen Geschwindigkeit und der Messmethode abhängig.

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Egal ob es sich bei der Geschwindigkeitsmessung um eine Laserpistole, ein Radargerät oder eine Kamera handelt: Die Toleranz bei fest installierten Blitzern ist gleichermaßen geregelt. Bei einer gefahrenen Geschwindigkeit unter 100 km/h wird dem Verkehrssünder eine Toleranz von drei km/h angerechnet. Wer zum Beispiel in einer Tempo-30-Zone mit 46 km/h geblitzt wird, muss sich für eine Geschwindigkeitsübertretung von 43 km/h gegenüber den Ordnungsbehörden verantworten.

Geblitzt: Toleranzabzug auf der Autobahn

Bei Geschwindigkeiten über 100 km/h auf Autobahnen und Bundesstraßen liegt die Messtoleranz bei drei Prozent. Wer zum Beispiel bei erlaubten 120 km/h mit einer Geschwindigkeit von 150 km/h geblitzt wird, dem werden 5 km/h (aufgerundet von 4,5 km/h) vom Messwert abgezogen. Die Geschwindigkeitsüberschreitung liegt dann bei 25 km/h.

Bei Nachfahren gilt höhere Toleranz

Etwas anders verhält es sich, wenn das System nicht stationär verbaut oder befestigt war, sondern sich zum Beispiel in einem Videofahrzeug der Autobahnpolizei befindet. Aufgrund der schwierigeren Rahmenbedingungen wird hier eine Toleranz von fünf km/h bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h, beziehungsweise fünf Prozent des Messwerts bei Geschwindigkeiten über 100 km/h abgezogen. Bei einzelnen Systemen kann der Toleranzabzug sogar noch höher liegen.