So lang können Sie zur Kasse gebeten werden

Geblitzt: Verjährung

Sobald man mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden ist, beginnt das Warten. Wenn nach einer bestimmten Zeit kein Bußgeldbescheid folgt, gilt die Sache als verjährt.

Datum:
Klar ist: Wenn Sie geblitzt worden sind und innerhalb von drei Monaten keine Post von der zuständigen Behörde bekommen, sind Sie laut § 26 Absatz 3 des Straßenverkehrsgesetz (StVG) aus dem Schneider. Nach diesem Zeitraum darf das Vergehen nicht mehr verfolgt werden – es ist verjährt.
Zeugenfragebogen unterbricht die Verjährung
Flattert aber während dieser Frist ein Anhörungsbogen ins Haus, ist die Verjährung erst einmal unterbrochen; jetzt zählen wieder drei Monate. Hierbei ist der Unterschied zwischen einem Anhörungsbogen und einem Zeugenfragebogen wichtig. Letzterer unterbricht die Verjährungsfrist nämlich nicht. Wenn man also die Aussage verweigert, wird die Polizei mit der Ermittlung des Schuldigen beauftragt und kann Sie sogar vorladen.
Beliebig oft kann man die Verjährungsfrist allerdings nicht unterbrechen. Wird innerhalb von sechs Monaten kein Bußgeldbescheid zugestellt, gilt das Vergehen als verjährt. Achtung: Laufen die Ermittlungen ins Leere und das Vergehen ist verjährt, kann Ihnen das Führen eines Fahrtenbuchs vorgeschrieben werden.