Regeln und Strafen

Mindestabstand Autobahn – das sind die Fakten

Das dichte Auffahren oder auch "Drängeln" ist eine Unsitte, die vor allem auf der Autobahn häufig zu beobachten ist. Den Sündern drohen empfindliche Strafen. Wissenswertes zum Thema Mindestabstand Autobahn.

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Wer zu dicht auffährt, riskiert Strafen bis zu 400 Euro, zwei Punkte in Flensburg und sogar ein Fahrverbot. Die Straßenverkehrsordnung gibt sowohl innerorts als auch außerorts ganz klare Richtlinien vor:
Innerhalb geschlossener Ortschaften müssen Sie mindestens so viel Abstand halten, wie Ihr Auto in einer Sekunde zurücklegt. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h sind das beispielsweise 15 Meter. Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt nach wie vor die Faustregel: halber Tachowert in Metern. Bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h wären das also mindestens 65 km/h. Wenn Sie den Mindestabstand unterschreitet drohen harte Strafen.

Mindestabstand Autobahn: Das Tempo ist entscheidend

Das Bußgeld und die Strafe berechnen sich anhand der gefahrenen Geschwindigkeit und der Tatsache, ob eine Gefährdung vorliegt. Bis 80 km/h kommt man noch einigermaßen glimpflich davon. Liegt keine Gefährdung vor, gibt es eine Geldstrafe, aber keinen Punkt. Ab 81 km/h bis 100 km/h sind es mindestens 75 Euro und ein Punkt – wenn der Abstand geringer als 50 Prozent des halben Tachowertes beträgt. Sind es weniger als ein Zehntel des halben Tachowerts in Metern steigt die Strafe auf 320 Euro und einen Punkt.

Bis zu drei Monate Fahrverbot

Teuer wird es zwischen 101 und 130 km/h: Wer sich unter ein Zehntel des halben Tachowertes in Metern an den Vordermann herandrängt, wird mit einem Bußgeld von 320 Euro, zwei Punkten und drei Monaten Fahrverbot bestraft. Unterschreitet man den Abstand bei mehr als 130 km/h noch, sind 400 Euro fällig, dazu kommen zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot.

Wer nötigt, riskiert den Entzug der Fahrerlaubnis

Wer obendrein den Vordermann noch nötigt, indem er extrem nah auffährt und/oder die Lichthupe betätigt, riskiert einen Entzug der Fahrerlaubnis. Allerdings gilt auch, dass nur eine Unterschreitung des Mindestabstands geahndet wird, die über einen längeren Zeitraum stattfindet. Wenn zum Beispiel Vorausfahrende unvermittelt abbremsen oder in die eigene Fahrspur wechseln, hat man Zeit, den geforderten Mindestabstand wieder herzustellen.