Gebremst oder ungebremst

Was ist die Anhängelast?

In den Fahrzeugpapieren, in der Bedienungsanleitung sowie verschiedenen Testberichten wird immer wieder von der Anhängelast eines Fahrzeugs gesprochen. Doch was ist die Anhängelast eigentlich?

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Die Anhängelast beschreibt das Gewicht, das man mit dem Fahrzeug ziehen darf. Ist das Auto mit einer Anhängekupplung ausgestattet oder soll ein Fahrzeug mit einer solchen ausgerüstet werden, dann muss bekannt sein, wie schwer die Anhänger maximal sein dürfen, die gezogen werden sollen. Maßgeblich für diese Berechnung ist dabei nicht das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers selbst, sondern die zulässige Anhängelast des Zugfahrzeugs und die tatsächliche Masse (Achslast + Stützlast) des jeweiligen Anhängers.

Zwei Arten

Dabei gibt es zwei Arten von Anhängelasten. Zum einen gibt es die ungebremste und zum anderen die gebremste Anhängelast. Bei der ungebremsten Anhängelast ist das erlaubte Zuggewicht geringer, da der Anhänger über keine eigene Bremse verfügt und das Gespann ausschließlich mit den Bremsen meines Zugfahrzeugs abgebremst werden muss. Etwas anders sieht es bei gebremsten Anhängern aus, denn diese verfügen über eine eigene Bremse, die über den Auflauf an der Zugdeichsel gesteuert wird. Verzögert das Zugfahrzeug, wird dies über die Kupplung und die Deichsel an den Anhänger weitergegeben, und dieser bremst dann den Anhänger ab.

Strafen drohen

Dabei geht es in erster Linie um die Sicherheit; aber nicht nur. Denn wenn bei einer Verkehrskontrolle die Anhängelast überschritten ist, kostet das Bußgeld. Bei kleineren Überschreitungen lässt sich das mit einem PKW als Zugfahrzeug mit 10 bis 30 Euro vielleicht noch verschmerzen, doch wer die Anhängelast beispielsweise um über 20 Prozent überschreitet, bekommt nicht nur knapp 100 Euro Buße, sondern auch einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Je nach Zugfahrzeug und Masse des Anhängers können sich die Strafen bis auf 500 Euro steigern.
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