Kfz-Versicherung

Wildunfall – wer zahlt den Schaden?

Was ist zu tun, wenn es zu einem Wildunfall gekommen ist? Und zahlt die Versicherung den Schaden? Hier gibt es alle Antworten!

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Gerade am Abend sind Tiere regelmäßig auf Straßen unterwegs. Da kann es schnell einmal krachen, und wenn ein kapitaler Zwölfender sich über die Motorhaube abrollt, ist der Schaden beträchtlich. In der Regel kommt die Teilkaskoversicherung dafür auf, aber es hängt vom Tier ab, das den Unfall verursacht hat.

Wer zahlt beim Wildunfall? Blick in die Police gibt Klarheit

Wer eine Vollkaskoversicherung hat, kann sich entspannen. Die übernimmt den Schaden auf jeden Fall, allerdings wird dann die Schadensfreiheitsklasse zurückgestuft. Also lohnt ein Blick auf die Teilkaskoversicherung: Die übernimmt in der Regel die Folgen der Unfälle mit Haarwild. Dazu zählen Hirsche, Wildschweine, Rehe, Füchse, Dachse und Hasen. Anders schaut die Sache schon bei Unfällen mit Haustieren, wie etwa Hunden und Katzen oder Fasanen und anderen Vögeln aus – hier übernimmt nicht jede Teilkaskoversicherung den Schaden. Ein Blick in die Police schafft Klarheit.

Wichtig: Unbedingt Fotos vom Unfall machen

Nach einem Unfall sollten Sie unbedingt Fotos von dem Ort des Geschehens und dem Tier machen. Zudem sollten Unfallspuren am Auto nicht beseitigt werden, bevor die Versicherung diese begutachten konnte. Außerdem müssen Sie auch bei einem Wildunfall die Polizei informieren, die dann mit dem zuständigen Jagdpächter in Kontakt tritt.

Beweislage bei Ausweichmanövern schwieriger

Komplizierter wird die Sache bei Unfällen infolge eines Ausweichmanövers. Hier wird die Beweisführung ohne Zeugen schwer, und manche Teilkaskoversicherungen zahlen nur dann, wenn der betroffene Fahrer den Unfallhergang belegen kann. Achtung: Bei Kleintieren wie etwa Hasen, zahlt bei manchen Versicherungen nur die Vollkaskoversicherung. Denn man geht davon aus, dass eine Kollision mit dem Tier weit weniger Schaden anrichtet, als ein gefährliches Ausweichmanöver.