Tempolimit beachten!

Geblitzt mit 20 km/h zu schnell

Wer mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wird, muss zahlen. Wer mit 20 km/h zu schnell erwischt wird, muss nicht viel befürchten.

Datum:
Egal ob es sich bei dem Gerät zur Geschwindigkeitsmessung um eine Laserpistole, ein Radargerät oder eine Kamera handelt, ist die Toleranz gesetzlich geregelt. Unter Tempo 100 wird dem Verkehrssünder eine Toleranz von drei km/h von der gemessenen Geschwindigkeit abgezogen. Wer in der 30er Zone zum Beispiel mit Tempo 50 erwischt wird, muss ein Bußgeld von 35 Euro bezahlen.

Innerorts oder außerorts?

Auch wenn man innerorts 20 km/h zu schnell unterwegs war, liegt die Strafe bei 35 Euro, wobei es hier keine Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei gibt. Außerorts reduziert sich das Verwarnungsgeld auf 30 Euro.

Wiederholungstäter

Wer innerhalb eines Jahres zum wiederholten Mal zu schnell im Straßenverkehr erwischt wird, gilt nach§ 4 Absatz 2 Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV) als Wiederholungstäter. Unangenehm wird es jedoch erst dann, wenn man mit mehr als 25 km/h zu schnell erwischt wird, denn dann droht die verschärfte Haftung. War man in beiden Fällen mehr als 25 km/h zu schnell, muss man seinen Führerschein einen Monat lang abgeben. Ist die Geschwindigkeitsüberschreitung so hoch, dass auch bei der Einzelübertretung ein Fahrverbot droht, verlängert sich der Entzug um einen weiteren Monat.

Wie schnell war man?

Da es bis 20 km/h zu schnell allein ein Bußgeld und keine Eintragung ins Verkehrsregister gibt, lohnt es nicht, dagegen vorzugehen. Anders sieht die Sache schon aus, wenn Sie schneller unterwegs waren. Denn neben den Punkten und der Strafzahlung droht unter Umständen bereits ein Fahrverbot (ab 31 km/h innerorts und 41 km/h außerorts). Wenn Sie innerhalb von drei Monaten keine Post von der zuständigen Behörde bekommen, sind Sie laut § 26 Absatz 3 des Straßenverkehrsgesetz (StVG) aus dem Schneider. Nach diesem Zeitraum darf das Vergehen nicht mehr verfolgt werden.

Zeugenfragebogen unterbricht die Verjährung

Geht Ihnen während dieser Frist ein Anhörungsbogen zu, ist die Verjährung erst einmal unterbrochen; jetzt zählen wieder drei Monate. Hierbei ist der Unterschied zwischen einem Anhörungsbogen und einem Zeugenfragebogen wichtig. Denn dieser unterbricht die Verjährungsfrist nicht. Wenn man die Aussage verweigert, wird die Polizei mit der Ermittlung des Schuldigen beauftragt und kann Sie sogar vorladen. Beliebig oft kann man die Verjährungsfrist nicht unterbrechen. Ergeht innerhalb von sechs Monaten kein Bußgeldbescheid, gilt das Vergehen als verjährt. Achtung: Laufen die Ermittlungen ins Leere und das Vergehen ist verjährt, kann Ihnen das Führen eines Fahrtenbuchs vorgeschrieben werden.
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