Diese Fahrerlaubnis wird benötigt

Wohnwagen-Führerschein

Wohnwagen sind eine beliebte Alternative zum Hotelzimmer. Um ein solches Gespann bewegen zu dürfen, braucht man jedoch den passenden Führerschein!

Datum:
Wer mit seinem Auto einen Wohnwagen ziehen möchte, braucht die Fahrerlaubnis der Klasse B – am besten in Kombination mit der Schlüsselzahl 96 oder einem Anhängerführerschein (BE). Die "einfache Klasse B" erlaubt dem Fahrer grundsätzlich das Führen von vierrädrigen Kfz bis 3500 Kilogramm, die auch zur Beförderung von bis zu 8 Personen (inklusive Fahrer) ausgelegt sind.
Folgende Gespanne deckt der Führerschein der Klasse B ab:
● Anhänger über 750 kg oder eine Kombination bis 3500 kg
● B 96: Anhänger über 750 kg oder eine Kombination bis 4250 kg. Darin sind die meisten Wohnwagen-Gespanne eingeschlossen.
● BE: Anhänger bis 3500 kg oder eine Kombination bis 7000 kg (mehr zum Anhänger-Führerschein)

Führerschein der Klasse B 96 ist nötig

Um einen Wohnwagen zu ziehen, empfiehlt es sich, die Klasse B 96 zu erwerben. Das geht schnell und ist unkompliziert. Sie müssen lediglich eine theoretische Schulung mit einer Dauer von 2,5 Stunden, eine praktische Ausbildung über 3,5 Stunden und einige praktische Übungen im Straßenverkehr mit einer Dauer von 60 Minuten absolvieren.

Zeitpunkt des Führerscheinerwerbs entscheidend

Welche Fahrzeugklassen man mit seinem Führerschein führen darf, ist eindeutig im Dokument vermerkt – zum Beispiel auf der Rückseite des scheckkartengroßen EU-Führerscheins. Allerdings macht es durchaus einen Unterschied, wann man die Fahrerlaubnis erworben hat.
Wer seinen Führerschein der Klasse 3 vor 1999 gemacht hat, hat schon viele Möglichkeiten inklusive. Dann darf man Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 7,5 Tonnen fahren. Kommt ein Anhänger dazu, darf das Zuggesamtgewicht maximal 18,5 Tonnen betragen. Wer über 50 Jahre als ist, muss sich mit zwölf Tonnen Zuggesamtgewicht begnügen, es sei denn, man besitzt die Führerscheinklasse CE79. Für diese sind alle fünf Jahre eine ärztliche Untersuchung und eine Überprüfung des Sehvermögens erforderlich. Wird das erfüllt, bleibt die 18,5 Tonnen-Grenze bestehen.