Das sind die Voraussetzungen!

Wohnwagen ohne Anhängerführerschein

Für das Ziehen eines Wohnwagens benötigt man nicht immer einen extra Führerschein. Diese Voraussetzungen müssen erfüllt werden!

Datum:
Für die Erlaubnis zum Ziehen eines Wohnwagens mit dem Auto ist zum einen der Zeitpunkt des Führerscheinerwerbs und zum anderen die Gesamtmasse des Gespanns entscheidend. In den meisten Fällen ist es dem Fahrer erlaubt, den Wohnwagen ohne speziellen Anhängerführerschein mit seinem Fahrzeug zu ziehen.

Was darf man mit der Führerschein der Klasse B?

Die Fahrerlaubnis der Klasse B gestattet grundsätzlich das Führen von vierrädrigen Kfz bis 3500 kg, die auch zur Beförderung von bis zu 8 Personen (inklusive Fahrer) ausgelegt sind. Wiegt der Wohnwagen maximal 750 Kilogramm, reicht die Klasse B aus. Ist das mobile Heim schwerer als 750 Kilogramm, darf die Gesamtmasse (also das Leergewicht und die maximale Zuladung beider Fahrzeuge) aus Wohnwagen und Zugfahrzeug 3,5 Tonnen nicht übersteigen.

Vor 1999: viele Wohnwagen ohne Anhängerführerschein

Wer seinen Führerschein der Klasse 3 vor dem Jahre 1999 gemacht hat, darf Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 7,5 Tonnen fahren. Kommt ein Anhänger dazu, darf das Zuggesamtgewicht sogar maximal 18,5 Tonnen betragen. Wer über 50 Jahre alt ist, muss sich mit zwölf Tonnen Zuggesamtgewicht begnügen, es sei denn, man besitzt die Führerscheinklasse CE79. Für diese ist alle fünf Jahre eine ärztliche Untersuchung und eine Überprüfung des Sehvermögens erforderlich. Gibt es dort keine Beanstandungen, bleibt die ursprüngliche 18,5 Tonnen-Grenze bestehen.

Der Weg zum Führerschein BE und B96

Wer die Führerscheinklasse BE besitzt, darf ebenfalls ein Gespann führen. Hier darf die zulässige Gesamtmasse allerdings maximal sieben Tonnen betragen. Achtung: Beim Zugfahrzeug ist immer noch die Klasse B maßgebend. Das heißt, dass das Fahrzeug nur eine zulässige Gesamtmasse von 3,5 Tonnen haben darf. In diesem Fall darf der Anhänger maximal für 3,5 Tonnen zugelassen sein. Um die Klasse BE zu bekommen, muss man fünf Sonderfahrten plus Übungsstunden absolvieren, deren Anzahl der Fahrlehrer je nach Können des Prüflings festlegt.
Wer bereits den Führerschein der Klasse B hat und Klasse B96 erwerben möchte, kann das schnell und unkompliziert tun. Sie müssen lediglich eine theoretische Schulung mit einer Dauer von 2,5 Stunden, eine praktische Ausbildung über 3,5 Stunden und einige fahrpraktische Übungen im Straßenverkehr mit einer Dauer von 60 Minuten absolvieren.