Wenn die Batterie streikt

Starthilfe beim Motorrad: Das ist zu beachten

Wenn der Motor beim Drücken des Starterknopfs keinen Mucks mehr macht, braucht das Motorrad Starthilfe. Um dem Zweirad neues Leben einzuhauchen, gibt es unterschiedliche Methoden, allerdings kann man dabei auch jede Menge falsch machen.

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Eine besonders unkomplizierte Art und Weise, einem Motorrad Starthilfe zu geben, ist der Akku-Booster. Das ist so etwas wie eine Powerbank, die man zum Laden von Handys und Laptops verwendet, nur eben für eine Motorrad- oder Autobatterie. Eine andere – gerade im Vergleich zum Booster – unhandlichere Alternative ist eine Energiestation mit Kompressor.

Weitere Möglichkeiten der Starthilfe beim Motorrad

Bei der Starthilfe eines Motorrads spielt es zunächst einmal keine Rolle, ob der Fremdstart-Partner ein Auto oder ein Motorrad ist. Letztendlich ist die Vorgehensweise identisch. Wichtig ist aber, dass die andere Batterie die gleiche Spannung hat, wie die des Motorrads. In der Regel sind das zwölf Volt. Auch sollte man spezielle Fremdstartkabel für ein Motorrad verwenden, da die Klammern, die an die Pole angelegt werden, nicht zu grob sein sollten. Da die Autobatterie stärker ist, hilft es, wenn das Licht des Autos an ist, so werden etwaige Spannungsspitzen, die der Motorradbatterie schaden könnten, abgemildert. Allerdings haben moderne Autos einen elektronischen Spannungsregler an der Lichtmaschine verbaut. Das bedeutet, dass an der Batterie immer die gleiche Spannung anliegt, solange der Motor in Betrieb ist.

Das Motorrad überbrücken

Beim Verbinden der Batterien, bitte die richtige Reihenfolge beachten: Erst das rote Kabel an den Plus-Pol der Spenderbatterie und dann an den Plus-Pol der Pannenbatterie anschließen. Erst danach sollte das schwarze Kabel erst an den Minuspol oder einen Massepunkt (Betriebsanleitung beachten!) des Spenderfahrzeugs und dann an den Minuspol der Pannenbatterie anschließen. Alternativ können Sie das schwarze Kabel an einen nicht lackierten Teil Karosserie des Motorrads oder den Motorblock klemmen (Masse), aber auch da sollten Sie vorher in der Betriebsanleitung nachlesen, um teure Folgeschäden zu vermeiden. Nun können Sie den Motor des Spenderfahrzeuges starten. Vorsicht: Achten Sie darauf, dass beim Spender- und Pannenfahrzeug jeweils der Leerlauf eingelegt ist. Lassen Sie das Spenderfahrzeug einige Minuten laufen, bevor Sie einen Startversuch unternehmen. Wenn das Motorrad angesprungen ist, entfernen Sie erst das schwarze Kabel von der Spenderbatterie, danach von der Pannenbatterie. Entfernen Sie erst jetzt das rote Kabel. Lassen Sie beide Motoren laufen. Beim Pannenmotorrad sollten Sie sofort die Sitzbank aufstecken und gleich eine längere Fahrt machen, um den Energiespeicher wieder vollständig zu laden.